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Deutschlands letzte Holocaust-Verurteilte stirbt mit 99

Irmgard Furchner, einst Sekretärin im KZ Stutthof, wurde 2022 für ihre Rolle im Holocaust verurteilt – nun ist sie in einem Pflegeheim bei Hamburg gestorben.

Furchner
Die Angeklagte Irmgard Furchner wird am 20. Dezember 2022 zu ihrer Verhandlung in einen Gerichtssaal in Itzehoe, Deutschland, gebracht. Foto: EPA-EFE/CHRISTIAN CHARISIUS / POOL

Irmgard Furchner, die letzte in Deutschland wegen Verbrechen während des Holocausts verurteilte Person, ist im Alter von 99 Jahren verstorben. Furchner diente zwischen Juni 1943 und April 1945 als Sekretärin für den Kommandanten des Konzentrationslagers Stutthof in der Nähe von Danzig (heute Gdańsk) in Polen. Im Jahr 2022 wurde sie wegen Beihilfe zum Mord an mehr als 10.000 Menschen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. ​

Das Konzentrationslager Stutthof wurde 1939 von Nazi-Deutschland errichtet und diente als Internierungs- und später als Konzentrationslager. Etwa 65.000 Menschen kamen dort ums Leben, darunter viele nicht-jüdische Polen sowie jüdische Gefangene aus Warschau, Białystok und den besetzten baltischen Staaten.

Das Stutthof Museum im nordpolnischen Dorf Sztutowo. Foto: EPA/PIOTR WITTMAN .

Während ihres Prozesses argumentierte die Anklage, dass Furchner durch ihre Tätigkeit als Sekretärin des Lagerkommandanten Paul Werner Hoppe maßgeblich zur Funktionsweise des Lagers beitrug. Obwohl sie behauptete, keine Kenntnis von den Morden gehabt zu haben, stellte das Gericht fest, dass sie über die Geschehnisse im Lager informiert war und somit Beihilfe zum Mord leistete.

Furchner versuchte, sich ihrem Prozess zu entziehen, indem sie aus ihrem Seniorenheim floh. Sie wurde jedoch von der Polizei in Hamburg gefasst und vor Gericht gestellt. Aufgrund ihres Alters zur Tatzeit wurde sie vor einem Jugendgericht verurteilt. ​

Im Jahr 2024 wies das Bundesgericht eine Berufung Furchners gegen ihr Urteil zurück und bestätigte damit die vorherige Entscheidung.

Furchners Tod markiert das Ende einer Ära der juristischen Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Deutschland. Obwohl Jahrzehnte seit den Verbrechen vergangen sind, unterstreicht ihr Fall die fortwährende Bedeutung der Erinnerung und Gerechtigkeit für die Opfer des Holocaust.​

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Deutschlands letzte Holocaust-Verurteilte stirbt mit 99”

  1. Philipp Herzog sagt:

    Kann Trump, der mehr lügt als die Wahrheit spricht, der sich in den Mittelpunkt stellt, der Soziales nicht kennt, der Gaza zum Eigentum von Amerika machen will, der mit Diktatoren ein kollegiales Verhältnis anstrebt u.s.w. ein gläubiger Christ sein? Er ist kein zuverlässiger Partner und wird Isreal fallen lassen, wenn es ihm passt.

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