Israels Innenminister und orthodoxer Jude Moshe Arbel besuchte dafür den Flughafen Ramon im Süden, um den Prozess des freiwilligen Ausreiseverfahrens von Palästinensern aus dem Gazastreifen in ein Drittland zu prüfen. Es wurden Hunderte von Palästinensern aus dem Gazastreifen nach Leipzig in Deutschland ausgeflogen. Am späten Nachmittag am 1. April meldeten wir im Israel Heute-Telegram-Kanal, dass „es passiert. Still & hinter den Kulissen. One-Way-Ticket nach Leipzig. Herzlich willkommen in Leipzig“.
In den deutschen Medien war Israel Heute der Erste, der über die selbstgewählte Ausreise von Palästinensern nach Leipzig berichtete. Im Blitz verbreitete sich die Meldung. Unsere Redaktion in Jerusalem, wie auch ich persönlich, wurde von zahlreichen Lesern angefragt, ob dies ernst sei oder vielleicht ein Aprilscherz. Die meisten Nutzer, darunter Bewohner aus Leipzig, konnten es einfach nicht fassen, dass sie nun neue Nachbarn haben werden, Palästinenser direkt aus dem Gazastreifen. Sechs Stunden später hat auch die FAZ diese Meldung veröffentlicht.
Die Palästinenser reisen bereits seit längerer Zeit freiwillig aus dem Gazastreifen aus. Es stimmt, keiner weiß genau die Zahl, wie viele, aber aus verschiedenen Quellen in Jerusalem ist uns bewusst, dass es sich um eine größere Zahl handelt, als sich viele vorstellen. Die Zahlen werden absichtlich nicht bekannt gegeben, aber man spricht von zwischen 100.000 bis über 300.000 Palästinensern in den letzten zwei Jahren. Besonders in den letzten Monaten steigt die Zahl ausreisender Palästinenser aus dem Gazastreifen. Woher weiß ich noch, dass in den letzten Monaten Palästinenser in Massen aus dem Gazastreifen ausreisen? Ich habe Freunde im Kibbuz Holit und Moschaw Yated neben dem Grenzübergang Kerem Schalom, die mir mitteilten, dass täglich zahlreiche Busse Palästinenser transportieren, entweder zum Ramon-Flughafen neben Eilat – nicht neben dem Ramon-Krater – oder zum israelisch-jordanischen Grenzübergang.
Das Kabinett genehmigte vor über einer Woche den Vorschlag von Verteidigungsminister Israel Katz zur Einrichtung einer Verwaltung für die freiwillige Ausreise von Palästinensern im Gazastreifen in Drittländer – in voller Harmonie mit der Vision von US-Präsident Donald Trump. Zudem wurden Pläne zur Fortsetzung der Blockade und verstärktem militärischen Druck auf die Hamas vorgestellt, um unsere Geiseln zu befreien und die Kriegsziele zu erreichen.
„Ich bin hier am Ramon-Flughafen in Eilat angekommen, um die freiwillige Ausreise der Bewohner aus dem Gazastreifen zu überwachen und sicherzustellen“, erklärte Arbel bei derselben Gelegenheit am Flughafen. „Heute ist ein weiterer Flug gestartet und in letzter Zeit gab es mehr als zehn Flüge – heute nach Deutschland. Eine freiwillige Ausreise, die die Möglichkeit zur Wiederherstellung der Region sichern wird. Ich danke von ganzem Herzen den Mitarbeitern der Einwanderungs- und Bevölkerungsbehörde, die unermüdlich daran arbeiten, den Prozess auf außergewöhnliche Weise voranzubringen. Ich danke Präsident Trump für die Initiierung dieser wichtigen Initiative. Gemeinsam, mit vereinten Kräften, können wir diese Region in ein Paradies verwandeln.“ Israels Ministerium erklärte, dass am Dienstag „Hunderte Palästinenser aus dem Gazastreifen auf einem Sonderflug nach Leipzig geflogen seien, begleitet von deutschen Diplomaten“.
Doch das deutsche Außenministerium hat diese Behauptung dementiert und erklärte:
„Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen hat sich die deutsche Regierung wiederholt und intensiv für die Ausreise und Sicherheit deutscher Staatsbürger eingesetzt. Heute konnten in enger Abstimmung mit den israelischen Behörden weitere 19 deutsche Staatsbürger und ihre engen Familienangehörigen den Gazastreifen verlassen. Sie nutzten den Grenzübergang Kerem Schalom. Ihre Weiterreise erfolgte per Charterflug über einen Flughafen im Süden Israels direkt nach Deutschland.“
Wenn für die 19 deutschen Palästinenser und ihre Familienangehörigen ein Charterflug gebucht wurde, dann handelt es sich um 200 bis 300 Passagiere – kommt darauf an, welches Flugzeug. Die deutschen Palästinenser sind mit ihren Clans, Hamulot auf Arabisch, nach Deutschland eingereist.
Die genaue Anzahl der Palästinenser in Deutschland ist schwer zu bestimmen, da viele von ihnen entweder als staatenlos gelten oder die Staatsangehörigkeit anderer Länder besitzen. Schätzungen laut Quellen wie RND zufolge leben bundesweit etwa 175.000 bis 225.000 Menschen palästinensischer Herkunft, wobei in Berlin um die 40.000 von ihnen leben.
Herzlich willkommen in Leipzig – einer Stadt von zentraler Bedeutung für das Leben und Schaffen Johann Sebastian Bachs. Vor etwa 300 Jahren komponierte Bach viele seiner berühmten Werke in Leipzig, darunter zahlreiche Kantaten, Passionen, wie die Matthäus-Passion, und Teile der h-Moll-Messe. Das BWV 232 von Johann Sebastian Bach ist eines seiner größten und bedeutendsten Werke. Sie gilt als ein Meisterwerk der Kirchenmusik und zählt zu den herausragenden Kompositionen der Musikgeschichte – „Kyrie, Herr, erbarme dich“.
Deutschland erbarmt sich und ist eigentlich in vielen Aspekten für seine Gastfreundschaft bekannt, insbesondere in Bezug auf die Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen. In den letzten Jahrzehnten hat Deutschland zahlreiche internationale Auszeichnungen und Anerkennungen für seine Bemühungen um Integration und Unterstützung von Geflüchteten erhalten. Besonders hervorzuheben ist die Flüchtlingskrise 2015, als Deutschland unter Kanzlerin Angela Merkel eine der führenden Nationen war, die eine große Anzahl von Flüchtlingen, insbesondere aus Syrien und anderen Krisenregionen, aufgenommen hat. Insgesamt ist die Bundesrepublik für ihre Bemühungen bekannt, den Bedürfnissen von Menschen aus verschiedenen Kulturen gerecht zu werden, und zeigt dabei eine starke Tradition der Gastfreundschaft. Und jetzt noch ein Charterflug mit palästinensischen Passagieren aus dem Gazastreifen.
Viel Erfolg und vielen Dank!





Ich empfinde den zynischen Ton als sehr verstörend.
Teilweise verstehe ich ihnen Herr Hoeflich. Aber nach soviel unrecht, Verfolgung, Verleumdung und so weiter, hat sich im jüdische Volk eine zynischen Humor entwickelt, die man im Frage könnte stellen. Die aber uns so gut kann tun, Erleichterung verschafft. Aber wenn wir in die nächste 2000 Jahre in Frieden leben, verschwindet der Zynismus wieder. Shalom Jeanôt
Wäre es nicht besser, die „freiwillige Ausreise“ würde nach Amerika führen?
DT würde die P. doch sicher mit offenen Armen aufnehmen, könnten die doch als Vorzeigeobjekte für seine Visionen dressiert werden.
Armes Leipzig, Armes Deutschland.
Gerade gelesen in der Zeitung “ Israel Aktuell“: Weder Ägypten noch Jordanien will die“ radikalisierte Bevölkerung Gazas aufnehmen, weil sie immer ihre Konflikte mitbrachten…“ Deutschland tut es, und ist eigentlich derWahnsinn.
Ich darf korrigieren: Insgesamt sind es 33 Palästinenser gewesen. 19 Deutsche und 14 Familienangehörige.
Außerdem: Wenn es tatsächlich um ganze Clans gehen würde, wären das bei 19 Ausreisenden Tausende, die dazu kämen.
Es war aber im Artikel die Rede von Hunderten von Palästinensern, nicht “ nur“ 33 !
Ob im Zuge derer Freunde, Bekannte.. nachkommen?
Hoffen, beten wir, dass sie hier von Jesus Christus erfahren können und geben auch wir hier die Botschaft weiter!
Nun, dann stimmt entweder nicht, was in diesem Artikel steht-es sind nur Vermutungen wegen der Größe des Flugzeuge – oder die deutschen Medien lügen, was ich bezweifeln möchte.