Vor laufender Kamera werden in Tartus, Latakia und Umgebung Alawiten unter dem Ruf „Allahu Akbar“ brutal abgeschlachtet. Wir zeigen nur die harmloseren Propagandavideos, während sunnitische Rebellen und Dschihadisten, die mittlerweile als offizielle syrische Streitkräfte gelten, in den letzten 72 Stunden Alawiten massakrierten. Massenverhaftungen greifen um sich: Jeder, der verdächtigt wird, das frühere Regime von Baschar al-Assad zu unterstützen, wird entweder eliminiert oder verhaftet – zuvor oft gedemütigt und gezwungen, sich wie Hunde zu verhalten. Alles geschieht im Namen Allahs. Doch in europäischen Großstädten bleiben Massenproteste aus. Die westlichen Regierungen schweigen. Keine Universität erhebt in diesen Tagen ihre Stimme für die verfolgten Alawiten in Syrien – jene Universitäten, die sonst für Palästinenser und die Hamas die Welt in Aufruhr versetzen. Führende Alawiten bitten Israel um Hilfe, so wie zuvor syrische Drusen und Kurden. Doch warum wenden sich arabische Minderheiten ausgerechnet an Israel – und nicht an arabische oder westliche Regierungen?
Es ist Wahnsinn, was in Syrien geschieht!
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Lieben Dank für eure Dienste.
Timotheus Reimer
Wenn Israel die Kapazitäten und die Mittel hat, den Kurden zu Hilfe zu kommen, sollte man das tun. Die Kurden werden zukünftig die dauerhaften Nachbarn Israels sein, sie werden Dank wissen, denn sie sind es historisch gewohnt, dass ihnen niemand hilft, während sie selbst anderen, wie z.B. den Jesiden, immer wieder zu Hilfe gekommen sind. Israel kann damit jetzt seine Rolle als Ordnungsmacht in der Region festigen und neue, partnerschaftliche Umgangsregeln etablieren. Die Türkei ist für Israel dabei keine Gefahr.