In einer eindrucksvollen Demonstration jüdischen Stolzes und Widerstandsfähigkeit versammelten sich Hunderte jüdischer Jugendlicher aus ganz Europa am Brandenburger Tor in Berlin – einst ein Symbol der Macht der Nazis – um ihre Identität zu feiern. Dies geschah vor dem Hintergrund eines zunehmenden Antisemitismus auf dem gesamten Kontinent.
Der Europäische Jüdische Jugendkongress, der vom 13. bis 15. Dezember stattfand und von der globalen CTeen-Bewegung von Chabad organisiert wurde, brachte junge jüdische Führungskräfte zu einer dreitägigen Konferenz zusammen, die sich auf den Aufbau von Gemeinschaften und die Bewahrung der Kultur in schwierigen Zeiten konzentrierte.
Dort, wo einst Hitlers Truppen marschierten, schlossen sie sich zusammen und sprachen gemeinsam das „Schma Israel“ (Höre, Israel) aus, gefolgt von einer Darbietung des israelischen Liedes „Tamid Ohev Oti“ (Gott liebt mich immer), besser bekannt als „Od Yoter Tov“.
Während der drei Tage nahmen die Jugendlichen an einem Programm teil, das sich mit ihren dringenden Anliegen befasste, darunter Diskussionen über die Herausforderungen, mit denen jüdische Gemeinden konfrontiert sind, und Strategien zu deren Bewältigung. Die Versammlung wurde von Berlins Oberrabbiner Yehuda Teichtal geleitet und von namhaften Persönlichkeiten besucht, darunter der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor.
My message is clear: if there is one thing the October 7 massacre taught us, it is that terror is closer than we want to believe and that its violence knows no boundaries.
We, as Israelis, learned on that day that our enemies mean exactly what they say and will execute their… pic.twitter.com/4QQijkjkAD
— Ambassador Ron Prosor (@Ron_Prosor) December 13, 2024
Der Kongress wurde vor 15 Jahren von Rabbi Moshe Kotlarsky, dem Leiter des globalen Abgesandten-Netzwerks von Chabad, gegründet und hat zum Ziel, jüdische Jugendliche weltweit zu vereinen. „Diese einzigartige Jugendbewegung stellt den effektivsten Weg dar, um die jüdische Zukunft weltweit zu gestalten“, sagte sein Sohn und Nachfolger, Rabbi Mendy Kotlarsky.
Die Konferenz fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt, was ein schwieriges Jahr für jüdische Gemeinden weltweit widerspiegelt, insbesondere in Westeuropa, wo die Antisemitismus-Kennzahlen weiterhin einen Aufwärtstrend verzeichnen.
Aktuelle Daten zeigen, dass 44 % der jüdischen Jugendlichen antisemitischer Belästigung ausgesetzt waren, während 41 % aufgrund von Sicherheitsbedenken über eine Auswanderung nachdenken und 45 % sichtbare jüdische Symbole meiden.

„In diesen turbulenten Zeiten in ganz Europa ist dieses Seminar ein überzeugender Beweis dafür, dass das jüdische Volk fortbesteht“, sagte Teichtal. „Diese herausfordernden Umstände haben die Bindungen unter den jüdischen Jugendlichen tatsächlich gestärkt, die nun ein tieferes Gefühl der Familienverbundenheit teilen.“
Ursprünglich veröffentlicht von Israel Hayom.




