Explosionen von Pagern und Mobilgeräten hintereinander forderten im Libanon über 30 Tote und Tausende Verletzte, fast alle davon Hisbollah-Terroristen. In Israel wurde dies als eine erstaunliche nachrichtendienstliche und militärische Leistung gefeiert. Aber wie wurde es von den internationalen Mainstream-Medien dargestellt und wie fiel die Berichterstattung in der arabischen Welt aus?
France 24 entschied sich dafür, mit einem Zitat der UN-Sonderkoordinatorin für den Libanon, Jeanine Hennis-Plasschaert, zu beginnen, die sagte: „Diese Entwicklungen markieren eine äußerst besorgniserregende Eskalation in einem bereits unannehmbar volatilen Kontext.“ Sie forderte „alle beteiligten Akteure auf, von weiteren Aktionen oder kriegerischer Rhetorik abzusehen, die einen größeren Flächenbrand auslösen könnten, den sich niemand leisten kann.“
Die französische Nachrichtenagentur zitierte auch die Hisbollah mit den Worten: „Wir machen den israelischen Feind voll und ganz für diese kriminelle Aggression verantwortlich“ und fügte hinzu, dass Israel „mit Sicherheit seine gerechte Strafe für diese sündige Aggression erhalten wird“.
Die BBC berichtete, dass UN-Generalsekretär António Guterres vor einer „ernsthaften Gefahr einer dramatischen Eskalation“ warnte und alle Parteien aufforderte, „größte Zurückhaltung...
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Was Teile der arabischen Regierungen sagen, ist nicht das, was die arabischen Völker sagen. Wer den hassgeladenen Islamismus nicht mitträgt, ist mutmasslich Opfer dieser Ideologie. Beispielsweise ein durchschnittlicher Libanese, der einfach einmal leben möchte, statt dauerhaft in Geiselhaft der Terrororganisation zu sein. Es erstaunt nicht, dass diese Menschen Genugtuung über die Pager-Attacke empfinden.
Aber im (noch einigermassen) freien Westen leisten wir uns den Luxus, die dem Staat Israel zugeschriebene Aktion auf die gleiche Stufe zu stellen, wie die Angriffe der Terrororganisation. Der öffentlich-rechtliche Radiosender SRF hat sofort versucht zu klären, ob die Aktion völkerrechtswidrig sei, um bereit zu sein für die Verurteilung Israels. Obwohl Israel seine Verteidigungs-Aktionen so chirurgisch präzise wie möglich durchführt, wird auch der minimalste Kollateralschaden vom Westen hochstilisiert und angeprangert, wie wenn es eine dem Terrorismus vergleichbare Tat wäre, die explizit auf Zivilisten abzielt.