Die Menschen nehmen oft Rücksicht auf die schwierigsten Menschen. Warum? Weil sie einfach immer beleidigt sind und nicht einmal auf sich selbst Rücksicht nehmen können. Und aus Angst, ihnen die Laune zu verderben, will man ihnen alles recht machen – siehe UNO. Und bei den Palästinensern spielt auch die Politik eine Rolle. So kommen schwierige Leute immer durch, und wahrscheinlich auch die Palästinenser. Das ist ungerecht, ja – aber nicht für alle.
Israel wird von allen Seiten aufgefordert, Rücksicht auf die 1,4 Millionen Palästinenser zu nehmen, die vor den Kämpfen im Nordstreifen in die südliche Umgebung von Rafah an der Grenze zu Ägypten geflüchtet sind. Natürlich leiden diese Familien, besonders jetzt im kalten und nassen Winter. Aber auch zehn Millionen Israelis sind in Not, eingekeilt zwischen dem Gazastreifen im Süden und der Hisbollah und dem Iran im Norden. Hunderttausende Israelis wurden zudem wegen Raketenangriffen im Süden und Norden ins Landesinnere evakuiert. Aber nicht nur das, die Menschen im Land verstehen, dass ohne einen totalen Knockout im Süden und im Norden kein normales Leben wie zuvor zurückkehren kann. Und welche Regierung im Ausland nimmt Rücksicht auf die israelische Bevölkerung? Israel ist umzingelt von Feinden, die alle das gleiche Ziel verfolgen: die Vernichtung Israels.

Letzte Woche sagte der EU-Kommissar für Außenpolitik Josep Borrell, dass „eine israelische Invasion in Rafah zu einer schrecklichen humanitären Katastrophe und zu starken Spannungen mit Ägypten führen würde“. Am Wochenende wurden zwei ägyptische Quellen und eine westliche Quelle von AP zitiert, die einen massiven Zustrom von Palästinensern nach Ägypten voraussagten, was das langjährige Friedensabkommen mit Ägypten gefährden könnte. Doch diese Annahme wurde nun vom ägyptischen Außenminister Sameh Shoukry gedämpft. „Es gibt bereits ein Friedensabkommen zwischen Ägypten und Israel, das seit vierzig Jahren in Kraft ist, und wir werden daran festhalten“, sagte Shoukry bei einer Pressekonferenz in Slowenien. Ausländischen Quellen zufolge hat Ägypten auf seiner Seite gegenüber von Rafah ein Flüchtlingslager errichtet, das im Notfall hunderttausend Palästinenser aufnehmen kann, falls es zu einem Massenansturm von Palästinensern kommen sollte, die die Grenze überqueren.
Der bevorstehende israelische Einmarsch in Rafah erfolgt, nachdem die israelischen Streitkräfte die Hamas in den Bevölkerungszentren von Gaza und Khan Yunis bekämpft haben. Doch die hohe Konzentration von Zivilisten in Rafah, von denen die meisten aus anderen Teilen der Region geflohen waren, hat international Alarm ausgelöst. Selbst die sogenannten besten Freunde Israels zeigen sich in diesen Tagen oft mehr auf der Seite der Palästinenser. „Ich kann Ihnen sagen, dass Militäroperationen zu diesem Zeitpunkt – ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung in diesem Ausmaß in Gaza – eine Katastrophe für diese Menschen wären, und das ist nichts, was wir unterstützen würden“, sagte John Kirby, Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der Vereinigten Staaten.

Verschiedene Quellen haben in den letzten Tagen betont, dass US-Präsident Joe Biden und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu keine BFF – „Best Friends Forever“ mehr sind. Biden soll Bibi am Telefon angebrüllt und aufgelegt haben. Biden und Washington sind verärgert, dass Israel nicht auf sie hört und den Krieg in Rafah fortsetzen will. Aber nicht nur das, Washington und arabische Regierungen planen laut amerikanischen Quellen die Ausrufung eines palästinensischen Staates ohne Israels Zustimmung. Sollte es dazu kommen, hat Israel den Krieg verloren und die Hamas den 7. Oktober gewonnen.
Siehe dazu: Kabinett beschließt Ablehnung der internationalen Anerkennung eines palästinensischen Staates
Nach vier Monaten Krieg verliert die Weltöffentlichkeit die Geduld mit Israel und fordert mehr Rücksicht auf die Palästinenser. Keine andere Armee hätte mehr Rücksicht auf die palästinensische Zivilbevölkerung genommen als die israelische – aber die Weltöffentlichkeit sieht das nicht, weil sie den israelisch-palästinensischen Konflikt anders wahrnimmt. Flugblätter wurden abgeworfen und Hunderttausende von SMS-Nachrichten an Palästinenser verschickt, damit sich die Bevölkerung rechtzeitig vor den israelischen Angriffen in Sicherheit bringen konnte. Dafür öffneten israelische Soldaten Fluchtkorridore im Gazastreifen. Nicht die Bevölkerung ist das Ziel, sondern das barbarische Hamas-Regime. Und so wird die israelische Armee auch auf die palästinensische Zivilbevölkerung in Rafah Rücksicht nehmen.
Siehe: Israels Evakuierungsplan für Rafah: 15 Lager mit je 25.000 Zelten
Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass es weniger um echte Rücksichtnahme auf die Palästinenser geht, sondern mehr um Israel – um einen glorreichen Sieg Israels in Gaza zu verhindern. Die Welt scheint auch mehr Rücksicht auf die Hamas zu nehmen als auf das Leiden der Palästinenser. Anstatt die palästinensische Zivilbevölkerung vom brutalen Hamas-Regime zu befreien, will die Welt die Hamas künstlich am Leben erhalten. Martin Griffiths, UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und UN-Nothilfekoordinator, sagte kürzlich: „Die Hamas ist keine Terrorgruppe, für uns (UN) ist sie natürlich, wie Sie wissen, eine politische Bewegung“. Mit Terroristen müsse man verhandeln, weil man sie nicht besiegen könne. Genau das ist der Grund, warum die Welt mehr Rücksicht auf die Palästinenser nimmt als auf Israel.
תמיכת האו״ם בחמאס סוף סוף נחשפת בשידור חי בטלויזיה.
תת מזכ״ל האו״ם טוען בשידור חי שעבור האו״ם חמאס ״אינו ארגון טרור אלא תנועה פוליטית״.
האם רצח ברברי של מאות אזרחים הוא לא טרור?
האם אונס שיטתי של נשים הוא לא טרור?
האם ניסיון לבצע רצח עם הוא לא טרור?
אלה הפנים של האו״ם:… pic.twitter.com/1GjIPiBqUp
— Ambassador Gilad Erdan גלעד ארדן (@giladerdan1) February 15, 2024
Die biblische Geschichte und die biblische Verheißung des Landes für Israel bedeuten der UNO und der Mehrheit der Weltöffentlichkeit nichts. Das ist eine Tatsache, die wir akzeptieren müssen. Was biblisch korrekt ist, ist heute politisch nicht korrekt. Und Israel steht für die Spannung zwischen Bibel und Politik. Gott und die Welt. Das erklärt, warum sich die Weltöffentlichkeit mehr für die 1,4 Millionen Palästinenser in Rafah interessiert als für die zehn Millionen Israelis. Aus ihrer Sicht ist der Staat Israel in Sünde geboren, eine Art Ausrede, weniger Rücksicht auf Israel zu nehmen. Auf Israel haben die Nationen ohnehin nie wirklich Rücksicht genommen, so wie die Nationen die Palästinenser verwöhnt haben. Und genau deshalb ist Israel zu dem geworden, was es heute ist. Niemand kann Israel vorwerfen, ein verwöhntes Volk zu sein, nach allem, was es in seiner Geschichte durchgemacht hat. Die endlose Rücksichtnahme auf die Palästinenser hat sie in gewisser Weise von den Nationen abhängig gemacht, und auf diese ist kein Verlass. Israel dagegen hatte keine andere Wahl und musste immer oder meistens allein zurechtkommen, und das hat das Volk und Gott immer näher gebracht. Gottes Rücksichtnahme auf sein Volk ist tausendmal wirksamer als die Rücksichtnahme der Nationen.





Sehr geehrter Herr Schneider mich würden die tatsächlichen Opferzahlen von Zivilisten auf beiden Seiten interessieren. Auf der Webseite Anti-Spiegel.ru wird von immensen Opfern trotz aller Rücksichtnahme geschrieben 20.000 davon 10.000 Kinder?
In der Tagesschau sind die Zahlen kleiner aber es werden auch dort oft die palästinensischen Zahlen genommen.
Wo liegt die Wahrheit?
Im Krieg leiden immer die Zivilisten am meisten das wissen wir alle.
Am besten wäre also gar kein Krieg nirgendwo auf der Welt aber das Böse schläft nicht und kämpft immer weiter gegen Gott. Wenn ich auf die pro Palästina Demos an der freien Uni Berlin schaue und auch so in Deutschland von SPD, Linke und Grüne unterstützt fehlen mir die Worte und ihr Artikel bestätigt Sie dahingehend.
@ Andreas Johannson
Die Frage geht zwar an Aviel Schneider, gestatten Sie mir trotzdem eine Antwort. Der quantitative Aspekt (Anzahl der getöteten auf beiden Seiten) tritt in den Hintergrund, wenn man sich den qualitativen Aspekt (wie diese Menschen getötet worden sind) vor Augen führt. Israel tut alles dafür, dass die Zivilisten verschont werden können. Die Hamas dagegen hat gezielt die Israelischen Zivilisten gesucht, um sie auf grausamste Weise zu drangsalieren und abzuschlachten. Und die eigene Bevölkerung bringen sie bewusst und in höchstem Mass in Bedrängnis, indem sie die zivile Infrastruktur für Ihre Terroraktivitäten nutzen und sich hinter Zivilisten verschanzen. Zudem hat die Hamas auf Palästinenser geschossen, welche sich gemäss Israelischer Aufforderung in Sicherheit bringen wollten. Solche Getötete werden dann Israel angelastet. Oder mit andern Worten: der quantitative Aspekt zielt an der entscheidenden Frage vorbei und stellt einseitig Israel an den Pranger.
Sehr geehrter Herr Kunz,
vielen Dank für ihre Antwort. Alles was Sie aufgeführt haben ist mir bewusst. Trotzdem möchte ich für mich eine israelische Zahl haben. Für Sie persönlich mag dies irrelevant sein.
Ich habe von einem Israel Experten auch gehört das die Hamas auch alle ihre Kämpfer in die zivilen Opferzahlen einrechnet….
Sehr geehrter Herr Kunz,
in meiner ersten Antwort hatte ich vergessen zu sagen ich stelle Israel nicht an den Pranger dies liegt mir sehr fern. Dieses Land hat meine Bewunderung und Achtung auch wenn ich alles verstehe. Deshalb bin ich hier angemeldet um zu lernen. Vor Jahren habe ich einmal einen Vortrag von Herrn Schneiders Vater in MV gehört dieser hat mich tief berührt und beeindruckt.
Wenn Sie mich so verstanden haben das ich Israel an den Pranger stellen möchte – dann habe ich dies hoffentlich für Sie nun klargestellt.
Sehr geehrter Herr Johannson
Sorry, da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt: keinesfalls unterstelle ich Ihnen, Israel an den Pranger stellen zu wollen. Davon gehe ich eigentlich grundsätzlich nicht aus bei Personen, die bei „Israel Heute“ angemeldet sind. Vielmehr geht es mir um die Zahlen, die von den Medien verwendet und gegen Israel eingesetzt werden, bei gleichzeitiger Unterschlagung des qualitativen Aspekts.
Ich hoffe damit Klarheit schaffen zu können.
Ja, alles okay!
Trotz der großen Landesfläche der Ukraine hat der WESTEN 6 bis 7 Millionen ukrainische Zivilisten als Kriegsflüchtlinge aufgenommen – BR Deutschland etwa 1 Million.
Trotz der kleinen Landfläche von Gaza dürfen keine Zivilisten als Flüchtlinge in arabische Nachbarländer oder in den WESTEN.
Benutzt der WESTEN und die arabischen Staaten die arabischen Palästinenser in Gaza als -Vernichtungsmittel- gegen den jüdischen Staat?
@ j-glaesser
Auf den Punkt gebracht!
Diese Abschottung durch die arabischen Staaten reiht sich nahtlos ein in ihre generelle Flüchtlingspolitik. Lieber schicken sie ihre „Brüder“ nach Europa, statt diese bei sich aufzunehmen. An Platz oder Geld würde es nicht mangeln. Aber die Wirkung der Flüchtlinge macht es aus; In Gaza wird globaler Hass auf Israel geschürt, in Europa ausschlaggebend ist wohl das Kalkül der Implementierung der islamistischen Ideologie mittels „trojanischem Pferd“.
Guter Artikel @Aviel!
Davon ab Borell und Kirby sind nur Lautsprecher – ihre Meinung interessiert nicht und Biden will die Wahl gewinnen, indem er etwas „Zählbares“ aus dem Gaza-Krieg mitnehmen will!
Alles nur Salon-Löwen und Schreihälse!
Die Demos der Pal. in DE empfinde Ich allerdings als Schande – hier muß man gerade an den Unis in Deutschland etwas ändern und höhere Hürden aufbauen!
Der eigentliche Feind sitzt aber in Teheran, Damaskus und Moskau!
Dies sind Israels verbündete Feinde aus dem Norden (Gog aus Magog wie in Hesekiel 38 nachzulesen ist)!