Warum wird in israelischen Schulen jedes Jahr der Schwerpunkt auf die Holocaust-Gedenkstudien gelegt?
Diese Studien erinnern an ein prägendes Ereignis im modernen hebräischen Staat. Sie vereinen die jüngere Generation von Israelis in einer gemeinsamen Identität – auch diejenigen, die keine persönliche familiäre Verbindung zum Holocaust haben. Seit Israels Wiedergeburt im Jahr 1948 ist die Erinnerung an den Holocaust ein Funke, der das Engagement dafür entfacht, warum wir hier sind und was wir hier verhindern wollen.
Dies gilt auch für die israelische Armee. Sie schickt junge Offiziere im Rahmen ihrer Ausbildung nach Osteuropa, um dort die Konzentrationslager zu besuchen und eine persönliche, emotionale Verbindung zu den Gründen herzustellen, warum sie dazu beitragen, dass so etwas „Nie wieder“ geschieht.
Wie wir bereits in der Vergangenheit berichtet haben, nutzt Israel diese ernüchternden Erinnerungen jährlich in einer bewusst intensiven Abfolge. Der Holocaust-Gedenktag steht an erster Stelle. Eine Woche später folgt der IDF-Gedenktag für gefallene Soldaten, und am darauffolgenden Tag wird mit der Feier des israelischen Unabhängigkeitstages der Höhepunkt erreicht. Die Botschaft ist klar: Wir sollten gemeinsam...
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