Wird das neue Jahr virusfrei sein?

Schon jetzt bereitet sich Israel darauf vor, die kommenden nationalen Wahlen im März unter halbwegs gesicherten Bedingungen abzuhalten

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90

Im Bild: Palästinensische Konditoren in Gaza kreieren Torten anlässlich des Weihnachts- und Neujahrsfestes, da darf auch ein Coronavirus aus Marzipan nicht fehlen.

In den palästinensisch kontrollierten Gebieten kam es in den letzten Wochen zu einem schweren Ausbruch von COVID-19, was zu Ausgangssperren und Abriegelungen sowohl im Gazastreifen als auch im sogenannten „Westjordanland“ führte.

Palästinensische Sicherheitskräfte setzen im südlichen Gazastreifen eine Ausgangssperre wegen des Coronavirus durch.

Israel hat es unterdessen bereits geschafft, beeindruckende 500.000 seiner Bürger (etwa 7% der Bevölkerung) gegen das Virus zu impfen.

Es besteht die Sorge, dass die aktuellen Impfstoffvorräte von Pfizer und Moderna schnell zur Neige gehen könnten, wenn der jüdische Staat im nächsten Monat eine umfassende Impfkampagne startet. Premierminister Benjamin Netanjahu hat jedoch versichert, dass er in direktem Kontakt mit beiden Arzneimittelherstellern steht und dafür sorgen wird, dass Israel mit genügend Impfdosen versorgt ist.

Die Geschäfte in Tel Avivs beliebtem Dizengoff Center und überall sonst im Land sind derzeit geschlossen. Es wird befürchtet, dass weitere 100.000 Israelis durch den neuen Lockdown arbeitslos werden.

Vorerst aber ist die Rate der täglichen Neuinfektionen so stark gestiegen, dass sich die Regierung Netanjahu gezwungen sah, eine dritte landesweite Abriegelung zu verhängen.

Die Schulen bleiben geöffnet, ebenso wie viele Büros, aber der Handel wurde zum Stillstand gebracht, was zu weit verbreiteten Protesten von Laden- und Restaurantbesitzern geführt hat.

Drive-Through-Wahlstation. Sieht so die Zukunft der Wahlen in Israel aus?

Wird es Israel gelingen, seine Bevölkerung in den kommenden Monaten vollständig zu impfen?

Vielleicht, aber selbst dann warnen die Mediziner, dass es noch einige Monate dauern wird, bis die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle deutlich zurückgeht. Und natürlich handelt es sich um einen Virus, der – ähnlich wie die Grippe – zurückkehren wird und regelmäßige Impfungen erfordert, um ihn in Schach zu halten.

Israel bereitet sich bereits darauf vor, die bevorstehenden nationalen Wahlen im März unter Bedingungen wie einem partiellen Lockdown abzuhalten. In Gebieten mit höherer Infektionsrate werden Israelis ihre Stimmen an speziellen Drive-Throughs, also Durchfahrts-Stationen abgeben können.

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