Wie lief das Jahr für israelische Start-Ups?

Ende 2015 veröffentlichte die Unternehmensberatung PwC ihren jährlichen Hi-Tech-Exit-Bericht.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Start-Up Nation
High Tech Mitarbeiter Foto: Nati Shohat/Flash90

Israelische Technologieunternehmen hatten demnach keine Eile, an die Börse zu gehen. Stattdessen versucht man, ohne Fremdkapital zu wachsen.

Für kleine und mittelgroße Unternehmen scheint eine Übernahme durch ein größeres der beliebteste Weg zu sein. Der Bericht listet 62 Fälle auf, in denen israelische Firmen von zumeist ausländischen aufgekauft wurden. Dabei flossen 7,2 Milliarden Dollar (zum Vergleich 2014: 44 Übernahmen/ 5 Milliarden Dollar).

Internationale Großunternehmen reißen sich um innovative israelische Firmen. Man hat sich in Israel schon daran gewöhnt, dass Unternehmen wie Facebook, Apple, IBM, Microsoft oder Intel bei Start-Ups anklopfen und mit dem Scheckheft wedeln. Intel zum Beispiel hält Israel für seinen Erfolg ausschlaggebend: „Intel schafft es nicht ohne die Genies hier in Israel“, sagte Maxine Fassberg, Präsidentin von Intel Israel.

Auch Microsoft kaufte 2015 fünf israelische Start-Ups im Gesamtwert von 870 Millionen Dollar. Amazon stattete Israel einen seltenen Besuch ab und kaufte die Chipdesign-Firma Annapurna Labs für 350 Millionen. Apple und Facebook hatten 2015 dagegen keine Spendierhosen an und kauften Firmen im Wert von nur 20 bzw. 60 Millionen. Den größten Unternehmenskauf tätigte die amerikanische Firma HeartWare, die für 860 Millionen Dollar Israels Valtech Cardio erwarb.

Bei den Börsengängen gab es nach dem Rekordjahr 2014 einen Rückgang. 2015 gingen nur 8 Unternehmen an die Börse, im Vorjahr 18. Der Bericht kommentiert, dass Start-Ups heute verstärkt nach privaten Investoren suchen. Mehrere Firmen haben die Erfahrung gemacht, dass sie mehr Kapital und eine höhere Bewertung bekommen, wenn sie über Banken oder Venture-Capital-Firmen gehen.

Angesprochen werden auch chinesische Investitionen in Israel. Diese fanden allerdings nicht im Bereich Technologie statt. Stattdessen wurden Ahava, die Kosmetikfirma vom Toten Meer und Tnuva, das Unternehmen für Milchprodukte, übernommen. Zusammen brachten sie etwa 3 Milliarden Dollar ein.

Die israelische Technologielandschaft brummt also nach wie vor, das Interesse im Ausland lässt nicht nach. Im Gegenteil, immer mehr internationale Unternehmen, vor allem aus den USA und Asien, erkennen den Vorteil einer Kooperation mit Israel, während Europa an immer neuen Versuchen bastelt, um den Judenstaat zu boykottieren.

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