Israelische Start-ups beschäftigen 24.223 Europäer

Israelische Start-ups sind vor allem in Amerika sehr beliebt, aber auch in Europa gibt es ein deutliches Wachstum

Israelische Start-ups beschäftigen 24.223 Europäer
Illustration - Gili Yaari/Flash90

Eine erstmals erstellte Karte der israelischen Tech-Unternehmen, die derzeit in Europa tätig sind, zeigt, dass 912 israelische Start-ups in 28 Ländern der EU tätig sind und 24.223 europäische Bürger beschäftigen.

Der umfangreiche Bericht untersuchte die Aktivitäten der Unternehmen in verschiedenen Ländern, bewertete ihren Beitrag zur Beschäftigung und befragte ihre Führungskräfte nach ihren Erwartungen. Der Bericht wurde vom EIT Hub Israel, ISERD, und dem israelischen Unternehmen CQ Global, einem internationalen Rekrutierungsunternehmen, durchgeführt.

Die Datenerhebung erfolgte über mehrere Monate durch ein Analystenteam der Studienherausgeber und wurde aus Datenquellen wie SNC, IVC und anderen Online-Informationsquellen gewonnen. Der Bericht wurde im Rahmen einer Veranstaltung zu Ehren des 25-jährigen Jubiläums der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen zwischen der EU und Israel vorgestellt.

Eine Untersuchung der Aktivitäten israelischer Unternehmen in Europa zeigt, dass mehr als ein Drittel von ihnen aus dem Bereich der Informations- und Softwaretechnologie kommen, die anderen aus den Bereichen Internet, Telekommunikation, Biomedizin und Cleantech.

In Deutschland zum Beispiel gibt es 240 Startup-Unternehmen, die 3135 Deutschen Arbeit geben, während es in Frankreich 183 Unternehmen gibt, die 1985 Menschen beschäftigen. Diese Länder (einschließlich Großbritannien) beschäftigen 55 % aller israelischen Startup-Mitarbeiter in Europa. Neunundvierzig Prozent aller Unternehmen führen Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Europa durch und 15 Prozent haben Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Die Autoren der Studie haben ausführliche Gespräche mit in Europa tätigen Start-ups geführt, aus denen hervorgeht, dass 37 Prozent von ihnen im kommenden Jahr ein Wachstum erwarten. Sechzehn Prozent der Unternehmen wurden in der Gründungs- und Expansionsphase von der EU unterstützt. Zu den wichtigsten Faktoren für ihre Entscheidung, in Europa zu arbeiten, gehörten der attraktive Markt für ihre Produkte, die Nähe zu Kunden, die Gesetzgebung, Förderprogramme und Partner aus der EU.

Laut Yotam Tzuker, Leiter der Geschäftsentwicklung bei CQ Global, schafft die geografische Nähe zwischen Europa und Israel in Verbindung mit der langen und umfangreichen Geschichte politischer, sozialer und wirtschaftlicher Beziehungen ein großes Potenzial für Unternehmertum und Technologie. Die Popularität israelischer Start-ups ist besonders in den Vereinigten Staaten spürbar, aber auch in den europäischen Ländern ist ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. Der Bericht entstand aus dem Mangel an einem umfassenden Bild über die Situation israelischer Unternehmen in Europa und ihren gegenseitigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere im Bereich der Beschäftigung. Wir hoffen, dass diese Daten sowohl Start-ups, die in Europa tätig werden wollen, als auch Investoren helfen werden.

Adi Barel, der Geschäftsführer von EIT Hub Israel, weist darauf hin, dass der Bericht ein strategischer Schritt ist, um das Potenzial der israelisch-europäischen Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft und Innovation abzubilden, und er stellt die Weichen für weitere Entwicklungen und Kooperationen. Das wirtschaftliche Potenzial liegt in den Geschäftsbeziehungen zwischen israelischen Technologieunternehmen und dem europäischen Markt. Dieser Bericht ist Teil einer Strategie, die Beziehungen zwischen Israel und Europa zu vertiefen und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen der Innovation zu vergrößern.

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