Zwei Palästinenser im Alter von 11 und 14 Jahren haben am Dienstagmittag in Jerusalem auf einen israelischen Sicherheitsmann der Straßenbahn eingestochen (Israel Heute berichtete mit einer Eilmeldung). Der jüdische Ordnungshüter erlitt bei dem Angriff Stichwunden, feuerte aber geistesgegenwärtig auf die Attentäter, um weitere Angriffe auf unschuldige Zivilisten zu verhindern. Der 11-Jährige wurde dabei angeschossen, der 14-Jährige blieb unverletzt. Er wurde von Fahrgästen der Straßenbahn festgehalten und der Polizei übergeben.
Die beiden Jungen sind Cousins. Aus einem Bericht des Online-Portals ynetnews geht hervor, dass ein Onkel der beiden wiederholt zu Terroranschlägen und Gewalt gegen Juden aufgerufen hatte. Israelische Experten gehen davon aus, dass der Kinder-Anschlag dann durch ein Video ausgelöst wurde. In dem ist zu sehen, wie ein 13 Jahre alter arabischer Messerstecher vom israelischen Geheimdienst Shin Bet befragt wird und seine Tat leugnet, obwohl sie von Sicherheitskameras aufgezeichnet wurde. Das Video, das im palästinensischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, zeigt, wie der Junge zunächst die Vorwürfe bestreitet, bis er schließlich zugibt, den Anschlag begangenen zu haben.
Diese Messerattacke hatte sich im vergangenen Monat ebenfalls im Jerusalemer Stadtteil Pisgat Se’ev ereignet: Damals hatten zwei palästinensische Cousins im Alter von 13 und 15 Jahren zwei Israelis niedergestochen und schwer verletzt. Der 15-jährige Angreifer wurde von der Polizei erschossen. Der 13-Jährige kam verletzt ins Krankenhaus. Nach seiner Genesung wurde er nun in Handschellen einem Richter vorgeführt – Bilder, die bei Palästinensern für Empörung sorgten.
Wegen des Terrorangriffs in der Straßenbahn vom Dienstag wird der 14-Jährige nun vor Gericht gestellt – sein jüngerer Verwandter jedoch darf aufgrund seines Alters nicht bestraft werden. Die rechtsgerichtete Partei Israel Beytenu hat daraufhin bekanntgegeben, einen Gesetzentwurf einzubringen, der es erlaubt, Haftstrafen auch gegen unter 14 Jahre alte Personen zu verhängen, wenn sie sich wie in diesem Fall des Terrorismus schuldig gemacht haben.
Der Kindesmissbrauch in der palästinensischen Gesellschaft sorgt schon länger für Diskussionen unter den Israelis. Viele Palästinenser lehren ihren Kindern bereits in den jüngsten Jahren, Juden zu hassen und Gewalt gegen sie auszuüben. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir sagte einmal in diesem Zusammenhang: „Wir werden erst Frieden haben, sobald die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen“.
Bild: Der Tatort in Pisgat Ze’ev. Israelische Sicherheitskräfte nehmen einen der jugendlichen Messerstecher fest. Foto: Muammer Awad (Flash 90)




