MitgliederWas Weihnachten mit Politik zu tun hat

In der wahren Weihnachtsgeschichte geht es um Revolution, Umbruch und die Art der Errettung, die die Welt auf den Kopf stellt.

Foto: Yaakov Naumi/Flash90

Die meisten glauben, dass Weihnachten nichts mit Politik zu tun hat. Doch der Anfang des Neuen Testamentes, die Genealogie im Matthäusevangelium, lehrt uns das Gegenteil. Die Weihnachtsgeschichte beginnt damit, dass Matthäus in der Geburtsgeschichte Jesu vier Frauen aufzählt: Tamar, Rahab, Ruth und „sie, die die Frau Urias gewesen war“. Auch nur eine einzige Frau in den Stammbaum eines zukünftigen Königs aufzunehmen, wäre schon bedeutend gewesen, aber hier werden gleich vier Frauen benannt. Hier wird unübersehbar der männlich dominierten patriarchalischen Gesellschaft des ersten Jahrhunderts der Kampf angesagt.

Nun muss man dazu sagen, dass es sich hier nicht um irgendwelche beliebigen Frauen handelt. Drei der vier waren nicht einmal Israeliten. Tamar, Rahab und Ruth waren ausländische Einwanderer. Und „sie, die die Frau von Urija gewesen war“ (als wenn man ihre Identität verbergen könnte, aber wir wissen alle, wer sie ist), war mit einem Ausländer verheiratet.

Ach ja, und nur fürs Protokoll: Tamar – Gekleidet wie eine Prostituierte, um ihren Schwiegervater zu verführen....

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