Die US-Streitkräfte haben am Montag im Süden Irans eine Reihe von Selbstverteidigungsangriffen durchgeführt. Dabei wurden zwei Schnellboote der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) versenkt, die Minen in der Straße von Hormus legen wollten, und eine Boden-Luft-Raketenstellung nahe der Hafenstadt Bandar Abbas zerstört.
Providing unprecedented airpower from the sea.#ABECSG #flynavy pic.twitter.com/G5Ap5fvQ7x
— USS Abraham Lincoln (@CVN_72) May 25, 2026
„US-Streitkräfte haben heute in Selbstverteidigung Ziele im Süden Irans angegriffen, um unsere Truppen vor Bedrohungen durch iranische Streitkräfte zu schützen“, erklärte CENTCOM-Sprecher Kapitän Tim Hawkins gegenüber Fox News. Er betonte, das Militär „verteidigt weiterhin unsere Kräfte und übt dabei Zurückhaltung während des laufenden Waffenstillstands“.
Laut dem Wall Street Journal hatte der Iran zuvor auf das Versenken der Minenboote reagiert und Boden-Luft-Raketen auf amerikanische Flugzeuge abgefeuert – woraufhin die USA die Raketenstellungen bei Bandar Abbas angriffen. Zwei gut informierte Quellen, die Fox News zitierte, betonten: Die Schläge bedeuten nicht, dass der vorübergehende Waffenstillstand mit Teheran gebrochen sei.
Rubio: „Die Straße von Hormus wird geöffnet – so oder so.“
US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich am Dienstag auf dem Weg zu einem Staatsbesuch in Indien zum Stand der Verhandlungen. Ein Abkommen könne „noch ein paar Tage“ dauern, Washington wolle der Diplomatie aber jede Chance geben. „Die Meerenge muss offen sein, sie wird offen sein – auf die eine oder andere Weise“, sagte Rubio. „Was dort passiert, ist rechtswidrig, illegal und für die Welt nicht tragbar.“
Gespräche zwischen iranischen Vertretern und katarischen Vermittlern waren am Dienstag im Gange. Rubio sprach von intensivem Hin und Her über konkrete Formulierungen eines Grundsatzdokuments.
Trump: Angereichertes Uran muss abgegeben werden
US-Präsident Donald Trump bekräftigte unterdessen auf Truth Social seine Kernforderung: Iran müsse sein angereichertes Uran sofort an die USA übergeben oder es unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde vernichten lassen. Die möglichen Eckpunkte eines Deals sehen demnach vor, dass Teheran die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr öffnet, Sanktionserleichterungen erhält und im Gegenzug sein Atomprogramm einfriert.
The Enriched Uranium (Nuclear Dust!) will either be immediately turned over to the United States to be brought home and destroyed or, preferably, in conjunction and coordination with the Islamic Republic of Iran, destroyed in place or, at another acceptable location, with the… pic.twitter.com/ZfQzlw3jqr
— Commentary Donald J Trump Truth Social Posts On X (@TrumpTruthOnX) May 25, 2026
Irans Militär reagierte mit Drohungen: Ein Sprecher der Streitkräfte erklärte, die Islamische Republik sei „bereit für Krieg“ und habe ihre Ziele im Falle eines neuen Angriffs durch die USA oder Israel bereits identifiziert.
Der Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran trat am 8. April 2026 in Kraft – ausgehandelt unter pakistanischer Vermittlung und am 21. April von Trump auf unbestimmte Zeit verlängert. Seitdem kam es bereits zu mehreren bewaffneten Zwischenfällen. Die jüngsten Schläge zeigen, wie fragil die Lage bleibt, während Diplomaten gleichzeitig an einem Abkommen arbeiten.




