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USA beschießen iranische Militärziele nach Angriff auf Zerstörer in der Straße von Hormus

Trump nennt die Gegenschläge eine „kleine Ohrfeige“ – doch der Waffenstillstand steht auf der Kippe, während 1.500 Schiffe im Persischen Golf eingeschlossen sind.

Illustration: Adobe Stock

Trotz der seit dem 7. April geltenden Waffenruhe haben sich USA und Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Das US-Regionalkommando CENTCOM erklärte, drei amerikanische Lenkwaffenzerstörer – die USS Truxtun, die USS Rafael Peralta und die USS Mason – seien beim Durchqueren der Meerenge „unprovoziert“ mit Raketen, Drohnen und Schnellbooten angegriffen worden.

Alle Schiffe blieben unbeschädigt. Als Reaktion griffen US-Streitkräfte iranische Militärziele an – darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen sowie Kommandozentralen und Aufklärungseinrichtungen. Washington betonte, man suche keine weitere Eskalation, habe aber das Recht und die Pflicht, die eigenen Streitkräfte zu schützen.

Teheran sieht sich im Recht

Der Iran wies die US-Darstellung entschieden zurück. Teheran machte einen amerikanischen Angriff auf einen iranischen Öltanker einen Tag zuvor für die Eskalation verantwortlich und bezeichnete diesen als eigentlichen Bruch des Waffenstillstands. Iranische Staatsmedien berichteten, die Revolutionsgarden hätten lediglich auf die andauernde US-Seeblockade iranischer Häfen reagiert, die Teheran ebenfalls als Verletzung der Waffenruhe wertet.

US-Präsident Donald Trump nannte die amerikanischen Gegenschläge gegenüber Journalisten einen bloßen „Love Tap“ – eine kleine Ohrfeige – und bestand darauf, dass die Waffenruhe weiterhin in Kraft sei. Gleichzeitig warnte er Teheran: Sollte der Iran kein Friedensabkommen unterzeichnen, werde Washington künftig deutlich härter reagieren.

Die humanitären und wirtschaftlichen Folgen der Sperrung werden unterdessen immer gravierender: Der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) warnte, dass rund 1.500 Schiffe mit etwa 20.000 Besatzungsmitgliedern im Persischen Golf eingeschlossen seien und bei mehr als 30 Angriffen bereits zehn Seeleute ihr Leben verloren hätten.

Verhandlungen über Pakistan

Parallel zu den Gefechten läuft ein Vermittlungsversuch über Pakistan. Islamabad bat Washington, die Marineoperation zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus während der laufenden Friedensgespräche zu unterbrechen.

Trump bestätigte, dass die Verhandlungen trotz der jüngsten Eskalation weiterlaufen, und zeigte sich vorsichtig optimistisch.

Im UN-Sicherheitsrat brachten die USA gemeinsam mit Bahrain einen Resolutionsentwurf ein, der den Iran zur Einstellung der Angriffe und zur Bekanntgabe von Minenstandorten auffordert – Russland und China signalisierten jedoch, die Resolution zu blockieren.

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Patrick Callahan

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