Unterstützt Kamala Harris jetzt jüdische Siedlungen?

Israelische Medien haben schnell bemerkt, dass die amerikanische Vizepräsidentin bei ihrem Pessach-Seder Wein aus einer jüdischen Siedlung im „Westjordanland“ servierte.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Jüdische Siedler
Der "Zweite Mann" der USA, Doug Emhoff, empfängt Familie und Mitarbeiter zum Pessach-Seder. Auf dem Tisch steht eine Flasche Wein aus der jüdischen Siedlung Psagot. Foto: Twitter-Screenshot

US-Vizepräsidentin Kamala Harris und ihr Ehemann Doug Emhoff haben am Wochenende den vermutlich ersten Pessach-Seder im Number One Observatory Circle, der offiziellen Residenz der Vizepräsidentin, veranstaltet.

Das ist zwar bemerkenswert, aber kaum eine Meldung wert. Da Emhoff Jude ist, wäre es seltsam gewesen, wenn sie nicht Pessach gefeiert hätten.

Aber israelische Medien wurden auf ein kleines Detail in den von ihnen auf Twitter geposteten Festtagsfotos aufmerksam, das schnell zu Ärger, wenn nicht gar Verlegenheit für die Familie der Vizepräsidentin führte.

Auf dem Feiertagstisch von Harris stand eine Flasche Wein… aus einer jüdischen Siedlung im sogenannten „Westjordanland“.

Das Weingut Psagot in der jüdischen Siedlung Psagot nördlich von Jerusalem produziert einige der besten Weine des Heiligen Landes, die bei mehreren großen Wettbewerben in Europa ausgezeichnet wurden.

In den USA gibt es keine offizielle Politik gegen jüdische Produkte aus dem „Westjordanland“, im Gegensatz zu Europa, wo Gerichte entschieden haben, dass „Siedler“-Produkte nicht als „Made in Israel“ gekennzeichnet werden dürfen.

Dennoch hat eine Flasche „Siedler“-Wein auf dem Pessachtisch der Vizepräsidentin viele dazu veranlasst, sich zu fragen, ob die Biden-Administration ihre Ansichten über die jüdische Besiedlung der biblischen Kerngebiete von Judäa und Samaria geändert hat.

Harris postete auf Twitter ein Foto von sich und ihrer Familie am Seder-Tisch, obwohl es schwierig ist, das Etikett auf der Weinflasche zu lesen.


Ihr Ehemann zeigte jedoch ein Foto mit einem besseren Blickwinkel, das er auf seinem offiziellen Twitter-Account veröffentlichte. Das Psagot-Etikett ist deutlich zu erkennen.


Harris und ihr Chef, US-Präsident Joe Biden, sind zur Politik früherer Regierungen zurückgekehrt, indem sie die Legitimität jüdischer Siedlungen in Judäa und Samaria nicht anerkennen.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte mit dieser traditionellen Haltung gebrochen. Insbesondere sein Außenminister Mike Pompeo wies die jahrzehntelange Politik des Außenministeriums zurück, die jüdische Siedlungen als Verstoß gegen das Völkerrecht definierte. Siehe: USA bezeichnen „Westbank“ und den Golan nicht mehr als „besetzte Gebiete“

Als Dank dafür hat Psagot einen seiner Weine nach Pompeo benannt, obwohl wir bezweifeln, dass dies der Wein ist, den Harris an ihrem Pessach-Tisch hatte.

Obwohl die Biden-Regierung jüdische Siedlungen nicht offen als legitim bezeichnet, hat sie den von Trump und Pompeo eingeleiteten Politikwechsel nicht rückgängig gemacht.

Ein Sprecher von Harris betonte später, dass „der beim Seder servierte Wein in keiner Weise einen politischen Standpunkt zum Ausdruck bringen sollte.“

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