Uniformierte kanadische Soldaten verletzen erneut die israelische Souveränität

Kein Land würde es dulden, dass formelle Delegationen eines ausländischen Militärs – noch dazu in Uniform – irgendeine Art von “Untersuchung” innerhalb seiner Grenzen durchführen.

von Gil Tanenbaum | | Themen: Judäa und Samaria, Friedensprozess
Kanadische Soldaten in Uniform helfen palästinensischen Beamten bei der Vermessung von Land, für das sie nicht zuständig sind. Foto: Regavim

(TPS) Am Donnerstag wurde – nicht zum ersten Mal in den letzten Monaten – eine Gruppe uniformierter Offiziere der kanadischen Streitkräfte dabei fotografiert, wie sie eine Gruppe palästinensischer Araber unterstützten, die versuchen, durch den Bau neuer Gebäude unter Verstoß gegen das Osloer Abkommen “Tatsachen vor Ort” zu schaffen. Die Kanadier wurden in der Nähe der Maon-Farm in der Gegend von Süd-Hebron gesehen, wo Araber letzte Woche gewalttätige Zusammenstöße angezettelt hatten, bei denen ein israelischer Hirte schwer verletzt wurde.

Das von den kanadischen Militärangehörigen besichtigte Gebiet steht unter vollständigem IDF-Militärsperrbefehl. Die kanadischen Offiziere wurden von der palästinensischen Polizei begleitet, die in Gebiet C keine Befugnisse hat.

Das Gebiet C steht gemäß den Osloer Vereinbarungen von 1994 unter vollständiger israelischer Sicherheits- und Zivilkontrolle. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat dort keinerlei Befugnisse.

Das ist nichts Neues. Im Juli berichtete TPS über eine Delegation hochrangiger kanadischer Militärangehöriger, die in Uniform im Gebiet C in Judäa und Samaria patrouillierte. Die Kanadier wurden dabei gesehen, wie sie ein illegales Bauwerk besichtigten, das von lokalen Arabern auf staatlichem Land, das Maon im südlichen Hebron-Gebirge gehört, errichtet worden war.

Im August wurde eine weitere kanadische Militärdelegation in Judäa und Samaria gesichtet, wo sie an mehreren Orten mit palästinensischen Aktivisten zusammentraf und weitere von Arabern illegal errichtete Gebäude in Gebiet C besichtigte.

Wenn Israelis in Judäa und Samaria ohne Genehmigung der Regierung neue Gebäude errichten – wie in Chomesh – selbst wenn es sich nur um ein paar Wohnwagen handelt, die an eine bereits bestehende Stadt angebaut wurden, gehen die IDF schnell vor, vertreiben die Bewohner und zerstören alles, was gebaut wurde.

Aber wenn die Palästinensische Autonomiebehörde ihre Leute beim Bau neuer Strukturen im Gebiet C unterstützt – selbst wenn dabei jüdische archäologische Stätten beschädigt werden -, sind die IDF nicht immer so schnell zur Stelle

Siehe: Warum schützt Israel den illegalen Bau palästinensischer Araber?

Die Regavim-Bewegung erklärte, dass diese kanadischen Militäroffiziere als Teil einer Delegation von NATO-Militärangehörigen im Rahmen des Proteus-Projekts in dem Gebiet waren. Proteus wurde in den 1990er Jahren von Präsident Clinton ins Leben gerufen, um die Palästinensische Autonomiebehörde beim Aufbau ihrer Polizeibehörde zu unterstützen. Sie haben jedoch keinerlei Mandat für das Gebiet C, und da derartige Besuche nicht im Voraus mit den IDF abgestimmt wurden, stellen sie eine Verletzung sowohl des israelischen als auch des internationalen Rechts dar.

Kein Land würde es dulden, dass formelle Delegationen eines ausländischen Militärs – noch dazu in Uniform – irgendeine Art von “Rundgang” oder “Besichtigung” innerhalb seiner Grenzen durchführen, ganz gleich, wie freundschaftlich die Beziehungen zwischen den beiden Nationen auch sein mögen.

Wenn Sie sich eingehender mit diesem Thema und seiner Bedeutung für uns als Bibeltreue befassen möchten, lesen Sie bitte: Es gibt keine politische Lösung

3 Antworten zu “Uniformierte kanadische Soldaten verletzen erneut die israelische Souveränität”

  1. Serubabel Zadok sagt:

    Das ist eine bodenlose Unverschämtheit von den uniformierten kanadischen Soldaten, im Gebiet C von Samaria mit Palästinensern Land zu vermessen, das weder ihnen noch den Palästinensern gehört. Israel darf sich das nicht gefallen lassen, das ist eine Straftat. Genauso muss es Juden in Samaria noch eher gestattet werden, Häuser zu bauen, als Palästinensern. Judäa heißt nicht Palästina, sondern Israel und gehört den Juden. Linksgerichtete Juden haben keinen Anspruch auf Land und Boden in Israel, sie können sich gerne außerhalb Israels niederlassen. In dem kleinen Israel hat es leider nur Platz für rechtsgerichtete Juden und zionistische Christen.

  2. Jörg Rene Rodegra sagt:

    Aus christlicher Sicht ist das eine Ernte….

    Wo könnten die Juden eine Saat ausgebracht haben, die ihnen eine solche Ernte beschert?

  3. Ulrich Dinser sagt:

    @ Rodegra

    Was für eine seltsame Saat versuchen Sie hier auszusäen? Reden Sie doch mal Klartext, statt immer nur komische Andeutungen zu machen.

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