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Unerwartete Unterstützung für Siedler

Schon seit drei Wochen protestieren Familienangehörige von Terroropfern aus Judäa und Samaria zusammen mit Landkreisvorsitzenden in einem Protestzelt vor dem Sitz des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und fordern mehr Sicherheit . Nun kam ihnen eine Delegation aus einem arabischen Dorf zu Hilfe.

Schon seit drei Wochen protestieren Familienangehörige von Terroropfern aus Judäa und Samaria zusammen mit Landkreisvorsitzenden in einem Protestzelt vor dem Sitz des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Vor drei Tagen haben sie sogar mit einem Hungerstreik begonnen, um ihrer Forderung nach mehr Sicherheit Gehör zu verschaffen. Netanjahu hatte vor einigen Tagen bereits angekündigt, sofort die Summe von 200 Millionen Shekel für den Bau von Umgehungsstraßen bereitzustellen und weitere 600 Millionen Shekel im Staatshaushalt von 2019 mit einzubeziehen. Dies ist in den Augen der Bewohner von Judäa und Samaria nicht ausreichend.

Heute kam ihnen überraschenderweise eine Delegation eines palästinensischen Dorfes zu Hilfe und schloss sich dem Protest an. Während die jüdischen Siedler für die Freigabe von zugesagten Geldern in ihre Sicherheit und Infrastruktur demonstrieren, geht es den Palästinensern um eine ganz bestimmte Umgehungsstraße, die durch ihr Dorf führen würde. Sie beschweren sich, dass die Straße, die sie zurzeit benutzen, überlastet sei und sie teilweise mehrere Stunden im Stau stehen müssten, wenn sie nach Jerusalem zur Arbeit fahren.

Die jüdischen Siedler fordern ebenfalls den Bau dieser Umgehungsstraße, aber natürlich, um nicht durch arabische Dörfer zu fahren, was lebensgefährlich sein kann. Infrastrukturprojekte in Samaria, dem sogenannten Westjordanland, sind immer auch politische Angelegenheiten und unterliegen deswegen nicht nur den üblichen bürokratischen Herausforderungen, sondern auch der aktuellen politischen Situation im Land.

Bild: Protest und Hungerstreik vor dem Sitz des Ministerpräsidenten. Landkreisvorsitzende und Angehörige von Terroropfern fordern mehr Sicherheit in Judäa und Samaria (Foto: Hadas Parush/Flash90)

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Patrick Callahan

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