Treibstoffeinfuhr in den Gazastreifen gestoppt

Der Feuerballon-Terror aus dem Gazastreifen hört nicht auf. Daher hat Israel nun die Lieferung von Treibstoff für das Kraftwerk im Gazastreifen eingestellt.

Allein am gestrigen Montag haben Feuerballons aus dem Gazastreifen 11 Feuer in den israelischen Gemeinden nahe der Grenze ausgelöst. Einer der Feuerballons landete in einem Kindergarten des Landkreises Sde Negev, nur wenige Minuten nach Ende des Unterrichts. In der Nähe des Kibbutzes Nir Am brach ein Feuer am Wasserreservoir aus und zerstörte eine Gedenkstätte für den israelischen Soldaten Assaf Siboni, der bei dem Hubschrauberunglück von 1997 ums Leben gekommen war. Er stammte aus dem Kibutz Nir Am.

Der Vorsitzende des Landkreises Sde Negev, Tamir Idan, beklagte die Situation: „Jeden Tag gibt es Feuer in der Umgebung und Israel hat keine passende Antwort dafür.“

Als Reaktion auf den nicht aufhörenden Ballon-Terror, der auch im Ausland fast völlig ignoriert wird, hat Israel nun die Treibstofflieferungen über den Grenzübergang Kerem Shalom in den Gazastreifen mit sofortiger Wirkung eingestellt. Dass dadurch die ohnehin schlechte Stromversorgung im Gazastreifen weiter beeinträchtigt werden wird, scheint die Terroristen nicht sonderlich zu interessieren.

Es ist leider immer das gleiche Spiel. Erst gibt es nur ein paar Feuer- und Sprengstoff-Ballons, danach werden es immer mehr. Darauf folgt die israelische Reaktion in Form von Einschränkung der Fischereizone, dem Einfuhrstopp von Treibstoff oder die vollständige Schließung der Grenzübergänge. Und ein paar Tage danach werden diese Maßnahmen dann wieder eingestellt, die Fischer können wieder fischen gehen und auch der Treibstoff erreicht wieder das Kraftwerk in Gaza. Bis zum nächsten Mal, das es ganz sicher wieder geben wird. Leider.

 

 

Feuer bei Nir Am

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