Der Präsident hat, vergleichbar wie in Deutschland, lediglich repräsentative Aufgaben und soll sich der Einwirkung auf die Tagespolitik enthalten.
Als er in das ehrwürdige Amt gewählt wurde, galt der moderat-konservative Reuven Rivlin als harmlos. Gutmütig und bescheiden nahm er seine Amtsgeschäfte auf. Wie man es von jemandem erwartet, dessen wichtigste Pflicht die Einheit des Landes ist, versicherte er den arabischen Bürgern, dass sie ein respektierter Teil der israelischen Gesellschaft seien.
Es dauerte jedoch nicht lange, bis offenbar wurde, dass Rivlins Weg der Einigung darin bestand, radikale Fraktionen zu bedienen, von denen manche eindeutig antiisraelisch sind.
Als erstes Warnsignal empfanden viele die Teilnahme Rivlins als erster Präsident überhaupt an einer Gedenkveranstaltung für 48 arabische Zivilisten, die 1956 während des sogenannten Massakers von Kfar Qassem getötet worden waren. Wenn auch umstritten, war Rivlins Teilnahme doch eine humane Geste, die ein historisches Problem ansprach. Problematisch wurde es jedoch, als Repräsentanten der Stadt sich an der israelischen Fahne störten und Rivlin zustimmte, sie nicht zu...
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