Konflikt

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„Sie haben mich verhöhnt und ins Gesicht geschlagen“

Adele Bennett (22), die bei dem Terroranschlag in der Jerusalemer Altstadt am Samstag schwere Schnittwunden davon trug, hat mit der israelischen Online-Zeitung Times of Israel gesprochen. Sie gab einen erschütternden Bericht darüber ab, wie sie den Angriff und die Messerstiche auf ihren Ehemann erlebt hat und wie ihre eigenen Hilferufe ignoriert wurden. Ihr Ehemann Aharon (24) starb bei der Terrorattacke, ein zu Hilfe eilender Militärrabbiner (41) kam ebenfalls ums Leben.

Adele Bennett (22), die bei dem Terroranschlag in der Jerusalemer Altstadt am Samstag schwere Schnittwunden davon trug, hat mit der israelischen Online-Zeitung Times of Israel gesprochen. Sie gab einen erschütternden Bericht darüber ab, wie sie den Angriff und die Messerstiche auf ihren Ehemann erlebt hat und wie ihre eigenen Hilferufe ignoriert wurden. Ihr Ehemann Aharon (24) starb bei der Terrorattacke, ein zu Hilfe eilender Militärrabbiner (41) kam ebenfalls ums Leben.

„Ich habe geschrien: ‚Bitte helft mir!‘ Doch sie haben nur auf mich gespuckt“, erzählt Adele. Die arabischen Ladenbesitzer in der Altstadt hätten einfach weggeschaut und nicht eingegriffen, als sie und ihre Familie von dem palästinensischen Terroristen Muhannad H. (19) angegriffen wurden.

„Schon als wir von der Klagemauer zurückkamen, spürten wir, dass etwas nicht stimmte“, erinnert sich Adele. „Wir gingen schneller, doch der Terrorist stürzte aus einem Laden hervor und begann auf meinen Mann einzustechen. Mein Mann ist sehr stark, er kämpfte mit dem Angreifer und schlug ihm ins Gesicht. Dann wurde ich niedergestochen. Er lies von mir ab und wandte sich wieder meinem Mann zu. Er stach auf ihn ein – wieder und wieder. Ich versuchte ihm das Messer abzunehmen, aber ich konnte es nicht.“

Adele berichtet, dass palästinensische Jugendliche den Angriff beobachtet haben. Sie hätten auch ihre zwei kleinen Kinder im Kinderwagen bemerkt. Aber sie hätten nur gelacht und sie verflucht, als sie stark blutend um Hilfe schrie. Einer habe ihr ins Gesicht geschlagen, ein anderer lachte sie aus, als sie ihn anflehte: „Ich habe ihm eine Million Schekel geboten, wenn er mich und meine beiden Kinder davonkommen lässt. Ich solle doch einfach tot umfallen, war seine Antwort.“

Sie habe ihre letzten Kraftreserven gesammelt und sei zu Polizisten geflohen, die ganz in der Nähe waren. „Ich konnte nur noch sagen: ‚Ich bin verletzt, mein Mann wurde niedergestochen und meine beiden Babys sind dort ganz alleine.‘ Dann habe ich das Bewusstsein verloren“, erinnert sich die Mutter. Der Militärrabbiner Nehemia Lavi, der in der Altstadt wohnte, hörte die Schreie und rannte zum Tatort, um zu helfen. Er wurde ebenfalls von dem Terroristen niedergestochen und tödlich verletzt. Der Terrorist wurde schließlich von einem Sicherheitsbeamten erschossen. Adeles Sohn (2) wurde leicht verletzt, ihre Tochter blieb unversehrt.

Bild: Regierungschef Benjamin Netanjahu besucht das Terroropfer Adele Bennett im Jerusalemer Ein Kerem-Krankenhaus. Foto: Kobi Giden / GPO (Flash 90)

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Patrick Callahan

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