Im Jahr 1952 wurde Selman Abraham Waksman (1888-1973) der Nobelpreis verliehen. Waksman kam in einer typisch jüdischen Familie in der kleinen ukrainischen Stadt Novaya-Priluka zur Welt. Mit fünf Jahren besuchte er die Cheder, eine Art religiöse jüdische Grundschule. Wie in anderen Familien, die es sich leisten konnten, wurde auch seine religiöse Bildung durch Privatlehrer aufgebessert, die ihm Russisch, Literatur, Geschichte, Mathematik und Geographie beibrachten. Im Zuge der antisemitischen Welle, die nach der Revolution 1905 über das Land hereinbrach, wanderte Waksman nach Amerika aus und ließ sich 1910 in Metuchen, New Jersey nieder.
Waksman schrieb sich am Rutgers College ein, wo er über Bodenbakterien forschte. Dort begann er auch seine Forschungen über Aktinomyzeten, das Thema seiner Doktorarbeit. Seinen Titel als Ph.D. für Biochemie verlieh ihm die University of California in Berkeley. 1918 ging er als Mikrologieprofessor zurück an das Rutgers College.
Während dieser Zeit gelang es Waksman und seinen Kollegen, den Streptomycin-Strang von Bakterien zu isolieren. Erst im...
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