Saudi-arabischer Gast in Israel

„Ich liebe das jüdische Volk!“

Saudi-arabischer Gast in Israel
Nati Shohat/Flash90

Die Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Vor einiger Zeit machte der Besuch eines saudi-arabischen Bloggers im Heiligen Land große Schlagzeilen. In Israel herzlich willkommen wurde er jedoch bei seinem Besuch auf dem Tempelberg von arabischen Anwohnern beschimpft.

In Interviews mit israelischen Medien bekräftigte der arabische Blogger jedoch immer wieder seine Liebe zum jüdischen Staat.

Jetzt war erneut ein saudi-arabischer Bürger zu Gast in Israel, obwohl derartige Besuche von vielen seiner Landsleute noch immer verurteilt werden. Bei dem Gast aus Saudi-Arabien handelte es sich um einen Kulturforscher und Gelehrten jüdischer Texte, der auf Einladung des israelischen Außenministeriums nach Israel gekommen war.

Unter vollständiger Anonymität gab er dem israelischen Armeesender Galei Zahal ein Interview. Dabei sagte er Dinge, die man in der arabischen Welt nur sehr selten hören kann.

Man könne sich vor einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel nicht mehr drücken, sagte er. Allerdings sollten diese Beziehungen nicht so sein, wie sie Israel mit Ägypten und Jordanien unterhalte, der der anonyme saudi-arabische Gast, der in seinem Heimatland sehr bekannt ist, als bloße Beziehungen wischen den Regierungen bezeichnete, wie der Sender i24 berichtet hatte. Er spreche von einem „echten Friedensabkommen“.

Auch in Bezug zum israelisch-palästinensischen Konflikt hatte er etwas zu sagen.

„Warum sollte die arabische Welt wegen einer kleinen Minderheit Probleme mit Israel und den Supermächten auslösen? Diese Minderheit hatte 1947 die Chance, einen Staat zu gründen, lehnte dies jedoch ab, da sie sich nur mit der Frage befasste: “Warum haben die Juden ein unabhängiges Land?”

Dann erzählte der saudische Gast von seinen Erfahrungen während seiner Besuche in Jerusalem, Haifa und Tel Aviv. Die Israelis seinen wohl erstaunt gewesen, als sie erfuhren, dass er aus Saudi-Arabien stamme, doch niemand habe sich feindselig verhalten, er sei als derjenige akzeptiert worden, der er ist.

Der Journalist fragte nach seinen Erlebnissen in Städten wie Jerusalem, Tel Aviv und Haifa: „Als die Leute hörten, dass ich aus Saudi-Arabien komme, waren sie erstaunt. Nicht feindselig, sondern indem ich akzeptiere, wer ich bin. “

„Ich liebe das jüdische Volk und alle Bürger Israels”, beendete er das Interview in gebrochenem Hebräisch. Das Interview wurde gesendet, nachdem der Journalist bereits wieder in seine Heimat zurückgekehrt war.

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