Raketen auf das Zentrum Israels

Tote und Verletzte nach massiven Raketenangriffen auf das Zentrum Israels. Unter den Toten auch ein arabischer Vater mit seiner Tochter. Israelische Luftwaffe reagiert mit Angriffen auf Terrorziele im Gazastreifen.

von Israel Heute Redaktion |
The scene of a bus which was directly hit by a rocket fired from the Gaza strip, in Holon, central Israel, injuring a few. on May 11, 2021. Photo by Noam Revkin Fenton/Flash90 *** Local Caption *** רסיסים מכונית נפגע רקטה ירי רצועת עזה פגיעה ישירה חולון אוטובוס Foto: Noam Revkin Fenton/Flash90

In der Nacht zum Mittwoch haben die Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad ihren massiven Beschuss israelischer Städte weiter fortgesetzt. Diesmal wurden auch Tel Aviv und sogar Netanja weiter nördlich ins Visier genommen. Mehr als 1000 Raketen sind dabei abgeschossen worden. Der Flughafen Ben Gurion wurde geschlossen.

In Rishon Lezion wurde eine 65-jährige Frau von einer Rakete getötet, sie hatte es nicht rechtzeitig in einen Bunker geschafft. Zuvor wurden in Ashkelon mehrere Häuser getroffen, darunter das einer 89-jährigen Holocaustüberlebenden, sie wurde schwer verletzt und befindet sich in kritischem Zustand. Zwei Frauen kamen bei zwei verschiedenen Direkteinschlägen ums Leben.

In den frühen Morgenstunden sind ein arabischer Vater (52) und seine 16-jährige Tochter in Lod getötet worden, als eine Rakete die Wohngegend traf. Die Opfer wurden als Halil Awad, 52, und seine 16-jährige Tochter Nadine identifiziert. Halils Frau war ebenfalls im Auto und wurde schwer verletzt. Die Familie war in der Morgendämmerung unterwegs, um vor dem Beginn des täglichen Ramadan-Fastens eine schnelle Mahlzeit einzunehmen.

Der Bürgermeister von Lod, Yair Revivo, erklärte, dass „Hamas-Raketen keinen Unterschied zwischen Juden und Arabern machen.“ Er appellierte an die örtlichen Muslime, die Gewalt einzustellen: „Wir müssen hier weiterhin zusammen leben.“

Insgesamt sind seit Beginn des Raketenbeschusses am Montag fünf Israelis getötet sowie 50 Menschen verletzt worden. Etwa eine Million israelische Kinder bleiben ab Mittwoch vorsorglich zu Hause.

Polizei und Rettungskräfte vor einem Gebäude in Rishon le Zion, das von einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Rakete in Zentralisrael direkt getroffen wurde, wobei eine israelische Frau getötet wurde.

Sorgen bereiten unterdessen auch die gewaltsamen Unruhen der größtenteils jungen moslemischen Bevölkerung in gemischten Städten wie Akko, Lod, Ramle und Haifa. Dort und in weiteren arabischen Städten wie Nazareth kam es in der Nacht zu heftigen Ausschreitungen und gewaltsamen Übergriffen. In Lod wurden insgesamt drei Synagogen in Brand gesetzt, zahlreiche jüdische Familien flohen aus Angst vor Übergriffen aus der Stadt. Der Bürgermeister rief noch in der Nacht Netanjahu an und bat um Hilfe, da die Situation völlig außer Kontrolle geraten sei. Die Armee zog Sicherheitskräfte aus dem Westjordanland ab, die jetzt in Lod für Ruhe und Ordnung sorgen sollen. Die Stadt wird derzeit in sechs Zonen unterteilt und von der Armee kontrolliert.

In der Nacht gab es nahe Ashkelon ein großes Feuer, das über Kilometer weit zu sehen war. Eine Ölpipeline, die Eilat mit Ashkelon verbindet, hatte einen direkten Treffer abbekommen.

Die israelische Luftwaffe (IAF) reagierte auf die Angriffe mit dem Beschuss bedeutender Terrorziele und Terrorakteure im gesamten Gazastreifen, was den größten Angriff der Armee seit der Operation „Protective Edge“ im Jahr 2014 darstellt. Dabei wurden Präzisionsangriffe auf Hamas- und Islamischer Dschihad-Hauptquartiere, Geheimdienstzentralen, strategische Ziele und Wohnungen von Hamas-Führern durchgeführt, die sich vor allem in Hochhäusern befinden und in zivilen Zentren eingebettet sind.

Die israelische Armee eliminierte Hassan Kaogi, Leiter der Sicherheitsabteilung des militärischen Nachrichtendienstes der Hamas, und seinen Stellvertreter Wail Issa, Leiter der Spionageabwehr des militärischen Nachrichtendienstes, sowie Iyad Fathi Faik Sharir, Kommandant der Panzerabwehrraketeneinheit der Hamas.

Ein IDF-Sprecher meldete am Mittwochmorgen, dass mehr als 500 Ziele im Gazastreifen angegriffen wurden. Unter anderem wurde ein von der Hamas-Terrororganisation genutztes Gebäude im Stadtviertel Remal im nördlichen Gazastreifen bombardiert. Das Gebäude beherbergte das Hauptquartier des Geheimdienstes, das Hauptquartier im Westjordanland, die Informationsabteilung und die Gaza-Brigade der Hamas. Vor dem Angriff warnte die israelische Armee die Zivilisten, die sich in dem Gebäude befanden, und gab ihnen ausreichend Zeit, das Gebäude zu verlassen.


Israelische Angriffe gegen führende Terroristen, hier wurde der Leiter der Raketenabteilung des Islamischen Jihads eliminiert

„Ziel der Operation ist es, der Hamas einen schweren Schlag zu versetzen, bis sie einsieht, dass es sich nicht gelohnt hat“, sagte ein IDF-Sprecher. Aus Gaza wurden insgesamt 35 Tote und 233 Verletzte gemeldet.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Dienstagabend, Israel befinde sich „inmitten einer großen Kampagne. Er nannte die Militär-Operation „Wächter der Mauern“. „Diese Kampagne wird Zeit brauchen. Mit Entschlossenheit, Einigkeit und Stärke werden wir die Sicherheit der Bürger Israels wiederherstellen“, erklärte er.

Verteidigungsminister Benny Gantz erklärte, dass „die Köpfe der Organisationen in ganz Gaza bröckeln – und es werden noch mehr bröckeln. Es gibt eine Menge Ziele – dies ist nur der Anfang. Ich kenne den Schauplatz Gaza, die terroristischen Organisationen sind schwer geschädigt worden und werden weiterhin geschädigt werden, weil sie sich entschieden haben, auf Israel zu schießen. Wir werden den Frieden und die Sicherheit wiederherstellen und das auf lange Sicht“, sagte er.

An die führenden Politiker der Welt gerichtet sagte er, dass „es kein souveränes Land irgendwo gibt, das den Raketenbeschuss auf seine Bürger und Bevölkerungszentren hinnehmen würde. Auch wir akzeptieren das nicht. Es ist unser Recht und unsere Verantwortung, zu handeln, und das werden wir auch tun.“

 


Israel Heute informiert über alle wichtigen Entwicklungen auch in der Telegram Gruppe von Israel Heute.

Um mit dabei zu sein, klicken Sie bitte HIER

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox