Quer durchs Tote Meer

Am 1. Februar fanden sich 2500 begeisterte Läufer am tiefsten Ort der Erde zum ersten israelischen Marathon am Toten Meer ein.

von Aviel Schneider |

Sie verteilten sich auf vier verschiedene Strecken, die längste über 50 Kilometer, eine Marathonstrecke über 42 km, einen Halbmarathon (21 km) und die kürzeste Strecke mit 10 Kilometern. Noch vor dem malerischen Sonnenaufgang über den moabitischen Bergen ertönte um 6:30 Uhr der erste Startschuss für die Läufer der zwei längsten Strecken.

Am Startpunkt dröhnte die Musik, das Adrenalin stieg von Minute zu Minute. Eine halbe Stunde später lugte die Sonne glitzernd hinter den moabitischen Bergen hervor. Drei! Zwei! Eins! Los ging es. Die Läufer des Halbmarathons rannten los, ich einer von ihnen. Um 7:30 Uhr fiel der Startschuss für die 10-Kilometer-Strecke, bei der meine Frau Anat teilnahm. Wir sprinteten von der nördlichen Ausfahrt der Hotels in Ein Bokek vier Kilometer an der Strandpromenade in Richtung Norden. Dort mussten wir rechts abbiegen und dann auf einem flachen Salzdamm durch das Salzwasser in Richtung Jordanien laufen. Einfach traumhaft, diese Landschaft inmitten des Salzmeeres, knapp 450 Meter unter dem Meeresspiegel, dafür aber mit acht Prozent mehr Sauerstoff.

Schon immer haben mich die langen Dämme im südlichen Teil des Toten Meeres fasziniert. Aber das ich eines Tages darauf rennen würde, hätte ich mir niemals träumen lassen. Sie sind normalerweise militärisches Sperrgebiet.

Die Atmosphäre, die Menschen, die Natur und alles Drumherum war einfach ein fantastisches Happening. Das Wetter war genial. Am Ziel angekommen, schossen wir zuerst einen Selfie. Was für ein Gefühl der Zufriedenheit. Was für eine Gemeinschaft. Wieder ein Geschenk Gottes.

Auf dem Heimweg haben wir uns überlegt, eventuell Israelreisen für Läufer anzubieten. Ein Israel Heute Läuferteam, bei dem jeder seine Strecke (5, 10, 21 oder 42 km) wählen kann. Dafür arrangieren wir einen Marathon in Israel und bereiten uns gemeinsam einige Tage vorher vor. In dieser Woche werden wir das Land sportlich aktiv sehen, erleben und genießen. Warum nicht?

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