Paul Ehrlich war ein deutscher Mediziner und Forscher. Mit selbst entwickelten Färbemethoden unterschied er Blutzellen, was eine Diagnose von Blutkrankheiten ermöglichte. Seine medikamentöse Behandlung von Syphilis begründete die Chemotherapie. Im Jahr 1908 erhielt er gemeinsam mit dem russischen Immunologen Ilja Metchnikov den Nobelpreis. Ein Jahr später kam das Syphilis-Medikament „Salvarsan“ heraus. Es wurde 1910 von der Hoechst AG in den Handel gebracht.
E hrlich wurde am 14. März 1854 in Strehlen, nahe Breslau, als zweites Kind jüdischer Eltern geboren. Sein Vater war Likörfabrikant und Lotterie-Einnehmer in dem 5000 Einwohner zählenden Ort in Niederschlesien. Auch war er Vorsitzender der jüdischen Gemeinde. Paul Ehrlich war nie, wie viele seiner jüdischen Kollegen, aus Karrieregründen zum Protestantismus konvertiert, allerdings achtete er auch nicht sonderlich auf jüdische Bräuche.
Nach seinem Medizinstudium arbeitete er als Oberarzt an der Charité in Berlin. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich während dieser Zeit auf Histologie, Hämatologie und Farbenchemie. 1889 wurde ihm der Titel eines Professors verliehen. Ein Jahr später heiratete er in der Synagoge von Neustadt in Oberschlesien Hedwig Pinkus, die...
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