Neues Geld aus Katar

Nachdem die dritte Zahlung von 15 Millionen Dollar aus Katar für den Gazastreifen wegen der zunehmenden Gewalt zwei Wochen lang auf Eis gelegt worden war, hat Israel die Einfuhr des Geldes nun gestattet.

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Nachdem bereits im November und Dezember vergangenen Jahres jeweils 15 Millionen Dollar aus Katar in den Gazastreifen gebracht worden waren, um damit Gehälter zu zahlen, hatte Israel Anfang des Monats die dritte Zahlung aus Katar wegen der zunehmenden Gewalt am Grenzzaun zum Gazastreifen und dem erneuten Auftauchen von Sprengstoffballons vorerst gestoppt. Da die Gewalt in der letzten Woche deutlich abgenommen hatte und es auch keine neuen Sprengstoffballons mehr gab, erlaubt Israel nun die Einfuhr der katarischen Dollars in den Gazastreifen. Das Geld soll noch in dieser Woche den Gazastreifen erreichen.

In Israel werden die 15 Millionen Dollar von vielen als “Schweigegeld” angesehen. Solange es Geld gebe, würde die Hamas ruhig bleiben, sei das Motto. Dem Nachrichtenportal Ynet zufolge soll die Hamas tatsächlich gedroht haben, die Gewalt am kommenden Wochenende eskalieren zu lassen. Sollte das Geld nicht eintreffen, würde man die gewalttätigen Unruhen am Grenzzaun wieder aufnehmen. Nun kam die beruhigende Mitteilung aus Katar an die Hamas, dass das Geld in den nächsten Tagen eintreffen werde.

Katar hofft mit dem Geld die Bedingungen im Gazastreifen zu verbessern und für eine Stabilisierung der Lage dort zu sorgen. Der katarische Botschafter für den Gazastreifen, Mohammad Al Emadi, erklärte, dass das Geld diesmal nicht physisch von ihm in bar, sondern mithilfe eines neuen Systems in den Gazastreifen gebracht werde, gab dabei jedoch keine weiteren Einzelheiten darüber.

Katars Pläne

Emadi zufolge habe Katar hat noch weitere Pläne. Ein 80 Millionen Dollar-Elektrizitäts-Projekt soll die Stromversorgung im Gazastreifen regeln, indem eine große Menge israelischen Stroms gekauft werden und dann im gesamten Gazastreifen verteilt werden soll. Als Gegenzug sollen Zahlungen von den Bewohnern des Gazastreifens eingezogen werden.

“Wir sind bereit, dieses Projekt zu finanzieren, aber ich möchte sichergehen, dass ich die Kontrolle über den Strom habe, damit ich mein Geld zurückbekommen kann”, sagter er bezügliche des Plans, der auch den Bau eines Umspannwerks und einem Netz durch Katar vorsieht, um damit den Bedarf am teurem Treibstoff zu beenden.

“Wir wollen nicht nur Geld geben, weil Israel Ruhe und die Hamas Geld haben möchten, wir brauchen eine Lösung für diese zwei Millionen Menschen, das ist unser Ziel und Wunsch”, erklärte Al Emadi.

Bild: Gehaltszahlungen im Gazastreifen im November 2018 (Foto:Abed Rahim Khatib/ Flash90)

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