Neue Einwanderer aus Äthiopien

Endlich wurde äthiopischen Juden wieder die Einreise nach Israel erlaubt.

Neue Einwanderer aus Äthiopien
Archivbild: Tomer Neuberg/Flash90

Heute Morgen kamen 43 äthiopische Olim (Einwanderer nach Israel) aus Addis Abeba am Ben Gurion Flughafen an. Sie gehören zur Falash Mura Gemeinde des afrikanischen Landes, von denen noch etwa 400 auf ihre baldige Einreise nach Israel warten.

Die Einreise äthiopischer Juden wurde vor einiger Zeit eingefroren, aber zu Beginn des Monats erlaubte das Kabinett ihre Überführung und das Gesundheitsministerium erleichterte sogar die Anforderungen an medizinischen Checks und Impfungen, die für Einwanderer aus dem afrikanischen Land gelten.

Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit sprach sich jedoch gegen die aktuelle Einwanderung aus. Er vermutete, dass Netanjahu diesen Schritt lediglich als Wahlkampfkampagne für die Stimmen der äthiopischen Gemeinde nutzt. Oppositionsführer Benny Gantz stimmte dem zu und sagte, er sei “Entsetzt darüber, wie Netanjahu einen zynischen Wahlkampf auf dem Rücken der in Äthiopien verbliebenen Juden und ihrer Familien durchführt, die er seit einem Jahrzehnt vernachlässigt hat.”

Die Falash Mura Gemeinde in Äthiopien zählt etwa 8000 Mitglieder, von denen viele bereits Verwandte in Israel haben. Ihre Vorfahren wurden gezwungen zum Christentum zu konvertieren und auch wenn sie als Juden gelten, müssen sie bei ihrer Einreise einen Konvertierungsprozess zum Judentum durchlaufen.

Es leben heute etwa 140.000 äthiopische Juden in Israel, die seit der Operation Moses 1984 nach Israel eingewandert sind. Sie hatten es nie leicht in ihrer neuen Heimat, da sie keine moderne Bildung hatten und bis heute zur sozialen Unterschicht Israels zählen. Es gibt natürlich auch herausragende Personen dieser Gemeinde, die mittlerweile berühmte Richter, Ärzte, Abgeordnete, eine Schönheitskönigin und die nächste Vertreterin Israels bei der Eurovision zählt.