Netanjahu fordert, dass Israel seine prophetische Berufung erfüllen muss

Netanjahu erkennt die Hand Gottes und die Notwendigkeit des Glaubens an, sagt aber auch, dass Israel seine prophetische Berufung aktiv erfüllen muss.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Christen, Benjamin Netanjahu
Inmitten der hektischen Wahlsaison nahm sich Netanjahu Zeit, um mit Christen über die prophetische Bedeutung Israels zu sprechen.
Inmitten der hektischen Wahlsaison nahm sich Netanjahu Zeit, um mit Christen über die prophetische Bedeutung Israels zu sprechen. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Weniger als zwei Wochen vor den fünften israelischen Parlamentswahlen innerhalb von vier Jahren ist Benjamin Netanjahu intensiv auf Wahlkampftour. Dabei wirbt er auch um Menschen, die in Israel nicht wahlberechtigt sind, wie etwa amerikanische evangelikale Christen.

Vielleicht mehr als jeder andere israelische Regierungschef weiß Netanjahu, wie wichtig die Unterstützung amerikanischer Christen ist und welches politische Druckmittel sie einem Premierminister des jüdischen Staates bieten kann.

Er weiß, dass Israel zwar mit dem Weißen Haus verhandeln muss, der US-Präsident aber durch den US-Kongress in seinen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt ist. Und viele Mitglieder des Kongresses sind auf christliche Wähler angewiesen. Einem großen Prozentsatz dieser christlichen Wähler ist es sehr wichtig, wie Amerika mit Israel umgeht.

In ähnlicher Weise glauben die Israelis, dass es evangelikale Christen waren, die Donald Trump ins Weiße Haus gebracht haben, dass sie eine ausreichend starke Gruppe sind, um einen Präsidenten zu wählen, und dass sie dies wegen seiner israelfreundlichen Positionen getan haben.

Netanjahu ist sich auch bewusst, dass die Israelis den Beziehungen zu den USA zu Recht große Bedeutung beimessen und dass sie ihn als kompetentere Führungspersönlichkeit ansehen werden, wenn er diese Beziehungen effektiv pflegen kann.

Und so war Bibi, so sein Spitzname, erfreut, diese Woche in der beliebten Sendung The 700 Club des Christian Broadcasting Network (CBN) aufzutreten, trotz der zeitlichen Beanspruchung in seiner Heimat.

In dem Interview dankte Netanjahu den evangelikalen Christen für ihre Unterstützung Israels und erinnerte sie daran, dass die Wiedergeburt des jüdischen Staates eine “Erfüllung der biblischen Prophezeiung” sei.

Er betonte jedoch, dass es nun an Israel und seinen Freunden liege, diese prophetische Erfüllung sicherzustellen:

“Während die Generation meines Vaters mit der Gründung des Staates beauftragt war, ist es die Aufgabe meiner Generation, seine Zukunft zu sichern.”

Dennoch räumte der Israeli ein, dass das Erreichen dieses Ziels göttlichen Beistands bedurfte:

“Ein winziger Staat am östlichen Rand des Mittelmeers ist heute die achtgrößte Macht der Welt mit einem Zehntelprozent von einem Prozent der Weltbevölkerung. Das kann man nicht wegdiskutieren. Es ist ein Wunder des Glaubens und der Stärke”.

4 Antworten zu “Netanjahu fordert, dass Israel seine prophetische Berufung erfüllen muss”

  1. Serubabel Zadok sagt:

    Israel braucht jemanden als Präsident, der Samaria und Judäa samt Gaza den Juden wieder zurückgibt und den Juden das Beten auf dem Tempelberg erlaubt. Jemand der das Seeabkommen mit dem Libanon rückgängig macht und der sich von Terroristen nicht erpressen lässt. Es muss eine starke und mutige und ehrliche Persönlichkeit sein, wer das auch immer sein mag. Israel braucht eine Zukunft und Stabilität, sowie Attraktivität. Dazu gehört auch eine viel höhere Sicherheit und um einiges niedrigere Lebenshaltungskosten.

  2. Hans-Peter Kaiser sagt:

    Ganz meiner Meinung..dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen !!

  3. marie.luise.notar sagt:

    An Herrn Ser. Zadok….mit fast allen Punkten kann ich in dem was Sie auflisten übereinstimmen….aber die SAche mit dem Tempelberg…wo mittlerweile MUSLIMISCHE HEILIGTÜMER stehen—seit Jahrhunderten….sehe ich anders..
    Ich bin keine Jüdin, aber das jüdische Volk ist mir ein großes Anliegen geworden….Was machen die Juden, die nicht in Jerusalem leben…die haben auch keinen Tempelberg…Das Beten und Opfern auf gewissen Höhen…wo entsprechende heidnische Kulte stattgefunden haben…wie oft wird -wurde das von Jahwe kritisiert..muss man seine Feinde–die sich nun mal als Besitzer der muslimischen Heiligtümer sehen, wirklich immer wieder herausfordern….Israel ist doch ua bekannt dafür, dass es auch für seine Feinde etwas tut, Bewohner aus dem Gazastreifen werden in israelischen Krankenhäusern versorgt und eine ganze Menge mehr……..

  4. marie.luise.notar sagt:

    Die >>>>Jerusalemer Pilgerstraße war eine antike Straße, die den Herodianischen Tempel in Jerusalem von Süden her erschloss.!!!! Dem Ausgräber Ronny Reich zufolge war sie der Hauptzugang für die von Süden kommenden Pilger bis zur Zerstörung von Tempel und Stadt im Jüdischen Krieg (70 n. Chr.). Ein Stück der Straße wurde seit 2004 freigelegt und ist in einem Tunnel begehbar.
    Was spricht dagegen, wenn man in der Tempel-Atmosphäre beten will, sich dort hin zu begeben?????????

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