Netanjahu erinnert Rivalen, dass er „Gottes Auserwählter“ ist

Der neue Premierminister Naftali Bennett antwortet mit seiner eigenen öffentlichen Anrufung des Allmächtigen

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Benjamin Netanjahu
Netanjahu schaut zu Gott, um seine Herrschaft zu legitimieren   Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Es war Benjamin Netanjahus Glück, dass das Datum des Regierungswechsels in Israel zufällig auf den Jahrestag des Ablebens des Lubawitscher Rebben Menachem Mendel Schneerson fiel.

Das gab Bibi die Gelegenheit, seine politischen Rivalen an das zu erinnern, was der Rebbe, der von einigen in der Chabad-Bewegung als Messias angesehen wird, ihm vor Jahrzehnten in New York sagte.

„Ich erinnere mich an Kommentare, die der Rabbiner von Lubawitsch mir gegenüber machte: ‚Sie werden mit 119 Leuten [d.h. allen anderen Mitgliedern der Knesset] kämpfen müssen, aber Sie werden sich davon sicher nicht beeindrucken lassen, denn Gott ist auf dieser [d.h. Ihrer] Seite. Segen und Erfolg für Sie. Gott wird Sie segnen und Erfolg geben'“, twitterte Netanjahu.

Naftali Bennett schien auf Netanjahus Post mit einem eigenen Tweet zu reagieren, der den neuen Premierminister in einen Tallit (jüdischer Gebetsschal) gehüllt und mit dem priesterlichen Segensspruch versehen zeigt: „Gott segne dich und behüte dich; Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Gott erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“

Gott und die Bibel spielen weiterhin eine wichtige Rolle in der israelischen Politik, auch wenn israelische Politiker sich allzu oft auf den Allmächtigen berufen, um ihre eigenen Ambitionen zu legitimieren.