Es handelt nicht ausschließlich nach einer traditionellen Kosten-Nutzen-Analyse. Konzepte wie Ausdauer, Widerstand, Märtyrertum und islamische Legitimität spielen eine zentrale Rolle bei der Entscheidungsfindung.
Naher Osten
Westler wenden die Begriffe „Kolonialismus“ und „Imperialismus“ selten auf Araber oder Muslime an, obwohl das von ihnen kontrollierte Gebiet weitaus größer ist als Europa oder die Vereinigten Staaten.
Finanzminister Scott Bessent erklärte auf einer Pressekonferenz, dass sich die Entscheidung des Iran, seine arabischen Nachbarn zu bombardieren, als einer seiner „fatalen Fehler“ erweisen könnte, da die Golfstaaten iranische Gelder einfrieren.
Das Machtgleichgewicht im Nahen Osten
Mit Beginn des Irankrieges, der in Amerika Operation „Epic Fury“ (Epische Wut) genannt wird, ging es nicht nur um die Verteidigung Israels. Es ging darum, einen regionalen Zusammenbruch der Abschreckung umzukehren, der Amerikas Verbündete am Golf davon überzeugt hatte, dass sie nicht mehr darauf vertrauen konnten, dass Washington den Iran in Schach halten würde.
Die Vereinigten Arabischen Emirate signalisierten, dass sie sich einer Initiative zur Sicherung der Seestraße vor dem Iran anschließen könnten, doch die meisten Verbündeten zögern weiterhin, direkt einzugreifen.
Welchen Grund könnte Israel wohl haben, Osterfeierlichkeiten zu verhindern? Die offensichtliche Antwort – iranische Raketen – wurde von Israels Kritikern ignoriert.
Eine wichtige Erkenntnis: Länder sollten nicht länger das Gefühl haben, dass die Außenpolitik im Nahen Osten ausschließlich von der palästinensischen Agenda bestimmt wird.
Der US-Präsident erklärte, die Kontakte seien „tiefgehend, detailliert und konstruktiv“ gewesen und könnten zu einer „vollständigen und endgültigen Lösung“ des Konflikts führen.
Ankaras Balanceakt wird schwieriger, da wirtschaftlicher Druck, Instabilität an den Grenzen und strategische Spannungen seine Position im Nahen Osten verändern.



