Melilla, Gaza und internationale Doppelmoral

Im jüdischen Staat fordert niemand, dass die UNO Spanien so behandelt, wie sie Israel behandelt. Vielmehr wünschen sie sich, dass die UNO mit ihrer Besessenheit und den übertriebenen Reaktionen auf Israel aufhört.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Gazastreifen
Ein Zusammenstoß zwischen afrikanischen Migranten und spanischen Behörden an der Grenze zur Enklave Melilla. Foto: EPA-EFE/David Fernandez

 

Bei Zusammenstößen an der Grenze zwischen Marokko und der spanischen Enklave Melilla in Nordafrika wurden am vergangenen Freitag mindestens 23 Menschen getötet und Hunderte verwundet.

In Israel zog der Vorfall Vergleiche mit den regelmäßigen Zusammenstößen an der Grenze zum Gazastreifen nach sich und machte die Doppelmoral der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich des israelisch-arabischen Konflikts deutlich.

Fairerweise muss man sagen, der Vergleich von Äpfeln mit Birnen hinkt, denn es gibt einige gravierende Unterschiede:

  1. In Melilla versucht eine Gruppe von Menschen, in eine kleine Küstenenklave zu gelangen. In Gaza versuchen Menschen aus einer solchen herauszukommen.
  2. In Melilla handelt es sich um verzweifelte und unbewaffnete Migranten, die auf spanischem Gebiet Asyl suchen. In Gaza sind es bewaffnete Feinde, die Israel schaden wollen.
  3. In Melilla handelt der Mob unabhängig und die marokkanischen Behörden haben die Spanier aktiv unterstützt, den Überfall zu vereiteln. In Gaza wird der Angriff des Mobs auf die israelische Grenze von  lokalen Hamas-Machthabern angestiftet und unterstützt.

In Anbetracht dieser Fakten sollte man meinen, dass Israel weitaus mehr Recht hat, tödliche Gewalt gegen die Randalierer im Gazastreifen anzuwenden als die Spanier gegen afrikanische Asylsuchende.

Obwohl es bei den Zusammenstößen an der Grenze zum Gazastreifen weniger Tote gab als bei denen in Melilla, vermitteln Mainstream-Medien und die internationalen Gemeinschaft den Eindruck, es hätte sie gegeben.

Die internationale Gemeinschaft und die Presse ignorieren keineswegs, was in Melilla geschehen ist. Es gibt zahlreiche Berichte über die Tragödie, und die UNO hat eine Untersuchung des “vermeidbaren Verlusts von Menschenleben” gefordert.

Die Weltorganisation akzeptierte jedoch die internen Untersuchungen sowohl Spaniens als auch Marokkos als ausreichend. Die Einsetzung einer offiziellen UN-Untersuchungskommission oder die Verabschiedung einer Resolution zur Verurteilung Spaniens wurde nicht für notwendig erachtet.

Wie wir alle wissen, sind dies die Maßnahmen, die die UNO für notwendig erachtet, wenn Israel mit Palästinensern zusammenstößt, auch wenn die Zahl der Opfer weitaus geringer ist.

Niemand im jüdischen Staat fordert, dass die UNO Spanien behandelt wie Israel. Vielmehr wünscht sich Israel, die UNO würde ihre Besessenheit mit Israel drosseln und ihre überzogenen Reaktionen eindämmen.

Wunschdenken, wir wissen.

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