Unter Beschuss: Israelische Kinder im Schatten der Gaza-Raketen

Die meisten Israelis sind nicht mehr bereit, solche Opfer auf dem sogenannten “Altar des Friedens” zu bringen

Unter Beschuss: Israelische Kinder im Schatten der Gaza-Raketen
Hadas Parush/Flash90

Eine Generation israelischer Kinder wächst in fast ständiger Angst auf. Die Welt ist für ihre Schreie taub. Der anhaltende Konflikt zwischen Israel und dem von der Hamas regierten Gazastreifen wird oft als eine Art David-gegen-Goliath-Szenario dargestellt. Das ist allerdings die falsche Analogie. Einen solchen Vergleich zu ziehen wäre nur dann richtig, wenn Goliath ein Friedenstruppenführer gewesen wäre, dessen Hauptaufgabe es war, sein Volk vor unprovozierter Aggression zu schützen.

Dennoch hat der Wirbel der internationalen Mainstream-Medien erwirkt, dass die meisten Menschen inzwischen davon überzeugt sind, dass ein militärisch übergeordnetes Israel als Reaktion auf den vergleichsweise unbedeutenden Abschuss von rohen einheimischen Raketen einem verarmten Gazastreifen bequem unverhältnismäßige Vergeltungsmaßnahmen auferlegt.

Nach einer solchen Darstellung sind die einzigen Menschen, die leiden, ganz sicher die armen Palästinenser.

Aber das ist für jeden, der bereit ist, in dem Konflikt beide Seiten objektiv zu betrachten, ein leicht zu entkräftender Mythos. Leider beschreibt dies nicht oft die internationalen Mainstream-Medien.

In Israel war, als am Wochenende Raketen aus dem Gazastreifen auf die Negev-Region niedergingen, das Leiden der dort lebenden israelischen Kinder das große Thema. Und nicht nur das Trauma dieser jüngsten Runde terroristischer Gewalt, sondern auch die langfristigen Auswirkungen eines ständig bedrohten Lebens.

Ihr ganzer Körper zitterte, sie kauerte auf dem Boden und bewegte sich nicht. Die Hände hielt sie über den Kopf. Mein Mädchen, es tut mir so leid, dass du das durchmachen musst“, schrieb Sara Dahan, eine alleinerziehende Mutter aus der Stadt Sderot, nachdem sie gesehen hatte, wie der Terror ihre fünfjährige Tochter Tahel packte.

Die herzzerreißende Bildunterschrift begleitete ein Foto von Tahel, die in einer Embryonalstellung auf dem Boden lag, obwohl sie sich bereits in dem verstärkten Schutzraum der Familie befanden, den alle israelischen Häuser haben müssen.

Nachdem das Foto auf Sozialen Median viral gegangen war, beschrieb Sara dem Nachrichtenportal Ynet den beunruhigenden Zustand ihrer Tochter, den die meisten als posttraumatische Belastungsstörung erkennen würden. „Man könnte sagen, sie wurde in diese Situation hineingeboren“, sagte Dahan. „Es macht einen fertig. Es ist nicht leicht, seine Tochter so zusammenbrechen und weinen zu sehen. Es gibt nicht viel, was ich tun kann. Ich kann sie nur halten, beruhigen und ihr sagen, dass Mami da ist und dass Mami dafür sorgt, dass sie in Sicherheit ist.

Tahel selbst fügte hinzu, dass sie „immer Angst hat.

Und sie ist nicht allein.

Inmitten der Wochenend-Raketenangriffe erzählte die 7-jährige Adi Hajbi den israelischen Nachrichten auf Channel 13 News, dass sie in ständiger Angst  lebe. „Ich denke immer daran, wie eine Rakete einfach auf unserem Haus landen kann und ich sterben werde.

Diese beiden kleinen Mädchen sind Vertreter einer ganzen Generation israelischer Kinder, die im Schatten des vom Hamas-Regime regierten Gazastreifens aufwuchsen, einer brisanten terroristischen Enklave, die bisher aus Angst vor einer Schädigung der sensiblen israelisch-arabischen Beziehungen nicht ausreichend angegangen wurde.

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