Nach Jahren florierender Wirtschaft und politischer Stabilität, die das Königreich Juda unter Usija und unter Jotam erlebt hatten, regiert für 16 Jahre Ahas (735 -715 v. Chr.). Er ruiniert, was seine Vorgänger aufbauten. In jener Zeit ändert sich auch vieles in der Region. Mesopotamien und Assyrien erstarken, wogegen sich die Allianz aus Rezin (Aram, Damaskus) und Pekach (Nordreich Israel) formiert. Ahas tritt dieser Allianz nicht bei, Aram und Israel überfallen Juda und belagern Jerusalem.
Der Prophet Jesaja warnt (Jesaja 7): „Hüte dich und halte dich ruhig; fürchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht vor diesen beiden rauchenden Brandscheitstümpfen, bei der Zornglut Rezins und Syriens und des Sohnes Remaljas.“ Jesaja macht Ahas deutlich, dass die beiden Könige aus dem Norden ihn absetzen und einen neuen König für Juda wollen, der sich ihrer Kriegsallianz anschließt. Jesaja ermutigt den König: „Fordere dir ein Zeichen von Jehova, deinem Gott; fordere es in der Tiefe oder oben in der Höhe. Und Ahas sprach: Ich will nicht fordern und will Jehova nicht versuchen.“
Die Antwort des Königs verärgert den Propheten. Er sagt voraus, dass Gott ihn eines Tages absetzen werde. Die politischen Niederlagen des Königs sieht Jesaja als Folge davon, dass er andere Götter verehrte: „Und er opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum.“ (2. Chronik 28)




