
Joshua Borkovsky (66) hat an der Jerusalemer Bezalel-Kunstakademie studiert, seit 1979 gehört er der dortigen Fakultät an. Im Jahr 2013 wurde er mit dem Dizengoff Preis für Malerei ausgezeichnet. Borkovskys Bildsprache ist phantasmagorisch. Diese Art der Kunst, die auch mit optischen Illusionen arbeitet, erlaube dem Künstler zufolge die Frage nach dem wirklichen Bild, und ob es wirklich existiere.
Die 2011 bis 2016 gezeigte Ausstellung im Israel Museum unter dem Titel „Siehe der Mann“ beinhaltete fünf Bilder aus dem Vera Icon Zyklus, die fünf Stufen der Verkündigung an Maria repräsentieren (Lukas 1,26ff): Unruhe, Überlegung, Überprüfung, Unterwerfung und Verdienst.
Der Vera Icon Zyklus umfasst mehr als 30 Versionen derselben abstrakten Gemälde, die wie ein Muster eines blassgrünen Schottenrocks mit einem Kreuz anmuten. Die fünf Verkündigungs-Gemälde sind in derselben Leimfarbe auf Holz gemalt, die auch in der Ikonografie Verwendung finden.
Vera Icon bezieht sich auf die Legende vom „Schweißtuch der Veronika“: Als Jesus sein Kreuz trug,...
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