Jerusalem bittet Vatikan um Hilfe

Gestern hat der Direktorenrat von UNESCO, dem 58 Mitgliedländer angehören, eine dramatische Entscheidung getroffen, demnach den Juden und Israel jegliche historische Verbindung zu Jerusalem aberkannt wurde. Israel bat den Vatikan, die palästinensische Initiative dringend zu stoppen.

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Israel bat den Vatikan, eine palästinensische Initiative dringend zu stoppen. Die palästinensische Delegation in der UNO besteht darauf, eine Delegation von internationalen Experten nach Israel zu senden. Sie soll die Heiligen Stätten besuchen und Israel wegen der angeblichen Zerstörung archäologischer und historischer Ausgrabungen anklagen. Die Palästinenser werfen Israel unter anderem vor, wegen dem Bau der Jerusalemer Straßenbahn zahlreiche archäologische Ausgrabungen vernichtet zu haben. Gestern hat der Direktorenrat von UNESCO, dem 58 Mitgliedländer angehören, eine dramatische Entscheidung getroffen, demnach den Juden und Israel jegliche historische Verbindung zu Jerusalem aberkannt wurde. Der Tempelberg und somit auch die Klagemauer haben der Entscheidung nach keinerlei Verbindung zum Judentum. Aus diesem Grund wandte sich Jerusalem erstmals an den Vatikan, um diese Entscheidung um jeden Preis zu verhindern. Mit dieser Entscheidung würden laut Jerusalem ebenso die christliche Stätte und Christen in Jerusalem getroffen. Aus palästinensischer Sicht ist es kein Geheimnis, dass sie die politische Absicht haben, Juden und Christen aus dem historischen Geschichtsbuch Jerusalems zu löschen. Ein hochrangiger Priester sagte Israel Heute gegenüber, dass der Vatikan Israel in diesem Fall unbedingt beistehen müsse. „Die Moslems haben nur ein Ziel und das ist Jerusalem für andere Religionen ungültig zu machen. Sollte dieses den Palästinensern gelingen, dann ist damit auch der Judenstaat Israel ungültig.“ Das jüdische Volk in Zion hofft, dass das katholische Kirchenoberhaupt in Rom diesmal den Juden zur Seite stehen wird.

Die Franzosen und Amerikaner hatten Israel bereits versprochen, der palästinensischen Initiative in Bezug auf Jerusalem nicht zuzustimmen. Die Palästinenser verlangen unter anderem einen internationalen Aufseher der UNESCO in Jerusalem, um „Israels Vernichtung von palästinensischen Ausgrabungen zu vereiteln“. Dass die Palästinenser über zwei Jahrzehnte hinweg unterhalb des jüdischen Tempelplatzes bauten und jegliche jüdische Tempelbeweise absichtlich vernichtet haben (siehe Bild), wurde in der Entscheidung von der UNESCO nicht mitberücksichtigt.

„Die Palästinenser wollen nicht nur jede jüdische Verbindung zum jüdischen Tempelberg trennen, sondern ebenso die christliche Geschichte in Jerusalem“, erklärte der israelische Botschafter im Vatikan, Karmel Schamah Cohen. „Israel und das jüdische Volk brauchen keine offizielle Genehmigung, nicht von der UNESCO oder jemand anders, um die besondere Verbindung zwischen Jerusalem und dem jüdischen Volk zu bestätigen. Es gibt kein anderes Volk auf dieser Erde, dass solch eine enge und historische Verbindung zu Jerusalem hat wie das jüdische Volk, dies auf der geistlichen, historischen und nationalen Ebene.“ Auch wenn die Palästinenser in jeder Abstimmung in eines der UNO-Räte die automatische Mehrheit gegenüber Israel habe, so wird Israel laut Cohen nicht aufgeben. Die Amerikaner haben bereits vor wenigen Jahren verstanden, dass die Palästinenser und arabischen Mitgliedstaaten die UNESCO für politische Zwecke gegen Israel ausnutzen. Aus diesem Grund und seitdem die Palästinenser UNESCO beigetreten sind, hat Washington seinen jährlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 80 Mio. Euro eingestellt. Cohen erklärte, dass der amerikanische Kongress wegen den sogenannten „irren Entscheidungen der UNESCO“ den Beitrag nicht bezahlen werde, obwohl US-Präsident Barack Obama Druck auf den Kongress übe, dies doch zu tun.

Die stellvertretende israelische Aussenministerin Tzipi Hotovely nannte die Entscheidung der UNESCO einen von der Realität entfernten internationalen Zirkus . Staatspräsident Reuven Rivlin sagte, dass man die Geschichte des Jüdischen Volkes nicht neu schreiben könne. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte nach der Entscheidung, dass das „absurde Theater der UNESCO“ fortgesetzt werde. Zu behaupten, dass Israel keine Verbindung zum Tempelberg hätte, wäre als würde man sagen, dass Ägypten nichts mit den Pyramiden zu tun hätten.

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