Israels Erfolg und die damit verbundenen Repressalien

Israel wird immer vorgeworfen, etwas zu nehmen, was es nicht nehmen darf.

von Aviel Schneider |
Die israelischen olympischen Medaillengewinner bei einem feierlichen Empfang bei Staatspräsident Isaac Herzog in Jerusalem Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Obwohl die diesjährigen Olympischen Spiele in Tokio nun schon ein paar Wochen zurückliegen, sei noch einmal darauf hingewiesen, dass sie für Israel einen Mega-Erfolg dargestellt haben. Es gab so viele olympische Medaillen wie noch nie für den kleinen jüdischen Staat: zweimal Gold und zweimal Bronze.  

Den größten Triumph fuhr die israelische Sportgymnastin Linoy Ashram ein, sie machte für Israel in Tokio Geschichte. Die 22-jährige Israelin gewann im Einzelfinale der Rhythmischen Gymnastik die Goldmedaille und avancierte damit zur ersten Olympiasiegerin aus Israel. Damit verdrängte die Israelin die russische Mehrkampf-Weltmeisterin Dina Awerina auf den zweiten Platz.

Linoy Ashram mit der dritten Goldmedaille bei einer Olympiade in der Geschichte Israels

Für die Russen war dies die erste Niederlage in der Rhythmischen Sportgymnastik seit 20 Jahren. Israel hat Russland quasi vom Thron der Sportgymnastik gestoßen. Die Russen protestierten dagegen und warfen den olympischen Kampfrichterinnen „dreckige Politik“ vor. In den russischen Medien und sozialen Netzwerken wurde die israelische Olympiasiegerin mit politischen und sogar antisemitischen Vorwürfen angegriffen. Es sei ein Sport, der den Russen gehöre und kein anderer dürfe an der Spitze stehen.

Dies erinnert mich an vieles in der jüdischen und israelischen Geschichte. Israel wird immer vorgeworfen, etwas zu nehmen, was es nicht nehmen darf. Dafür ist Israel über die Geschichte hinweg gehasst, verflucht, verfolgt und getötet worden. Als das Volk Israel vor hundert Jahren in seine biblische Heimat zurückkehrte und 1948 wieder einen jüdischen Staat gründete, wurde Israel dafür gehasst und bekriegt. Als ob Israel kein Recht auf das Gelobte Land haben darf. Und heute tut man so, als ob Linoy Ashram aus russischer Sicht kein Recht auf die Goldmedaille hat.

In der Kirchengeschichte, die zum Teil bis heute noch die westliche Welt prägt, wird Israel seit knapp zweitausend Jahren vorgeworfen, den Messias getötet zu haben. Damit habe Israel sein Recht und Anspruch auf seinen biblischen Titel verloren, das auserwählte Volk zu sein. Hass, Antisemitismus und Verfolgung waren die Folgen.

Wo immer auch Israel kein Recht haben darf, wird es routinemäßig über Generationen hinweg gehasst und verfolgt. Dies kam jetzt im Detail, wie bei den olympischen Spielen im Wettkampf zwischen Israel und Russland erneut zum Ausdruck.

Aber wisst Ihr was, das ist nichts Neues. Uns geht es trotz allen Umständen gut, obwohl die Welt keine leichte Zeit durchmacht. Umso mehr sind wir für jeden Einzelnen von Euch dankbar, der Israels Existenzrecht verteidigt und uns beiseite steht. 

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