Die israelische Luftwaffe hat am Sonntagmorgen eine Rakete abgefangen, die von den iranisch unterstützten Huthi-Milizen aus dem Jemen abgefeuert wurde. Laut Militär wurde das Geschoss noch vor dem Eindringen in den israelischen Luftraum neutralisiert, dennoch heulten in weiten Teilen Zentralisraels, darunter auch in Tel Aviv, die Sirenen.
Bereits am Freitag hatte die IAF eine Rakete aus dem Jemen abgeschossen – es war bereits der vierte Angriff der Huthis innerhalb einer Woche. Auch dieser Angriff führte zu Raketenalarm, unter anderem in Jerusalem sowie in mehreren Gemeinden in Judäa und Samaria.
Am Donnerstagabend löste eine ballistische Rakete der Huthi erneut Luftalarm in Jerusalem und weiteren Gebieten aus. Wenige Stunden zuvor waren Millionen Israelis mitten in der Nacht gezwungen, in Schutzräumen Zuflucht zu suchen, als in Tel Aviv die Sirenen wegen eines weiteren Angriffs der Huthis ertönten.
Siehe: Raketenalarm und Malawach: Leben im Schatten der Huthis
Die jüngste Angriffswelle begann am Dienstagabend. Es war das erste Mal seit Mitte Januar, dass Israels Luftabwehr gegen eine Bedrohung aus dem Jemen zum Einsatz kam. Damals trat eine Waffenruhe mit der Hamas in Kraft.
Am 12. März drohten die Huthis, ihre Angriffe auf „jedes israelische Schiff“ im Roten Meer wieder aufzunehmen – als Reaktion auf die israelische Blockade von Hilfslieferungen nach Gaza. Wenige Tage später verschärfte die vom Iran gesteuerte Terrororganisation ihre Rhetorik und begründete dies mit Israels erneuten Luftangriffen auf Hamas-Stellungen.
„Wir verurteilen die erneute zionistische Aggression gegen den Gazastreifen“, erklärte der sogenannte Oberste Politische Rat der Huthis. „Das palästinensische Volk wird in diesem Kampf nicht allein bleiben. Jemen wird seine Unterstützung fortsetzen und die Konfrontation ausweiten.“
Seit dem brutalen Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Israelis ermordet wurden, haben die Huthis über 350 Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert. Gleichzeitig attackieren sie immer wieder internationale Handelsschiffe im Roten Meer.
Währenddessen schärfte der frühere US-Präsident Donald Trump am Mittwoch die Tonlage gegen die Huthis und warnte, sie würden „vollständig vernichtet“, während die USA ihre Luftangriffe auf Terrorziele im Jemen verstärkten.




