Israelische Hilfe in Afrika

Im Jaba, der Hauptstadt des Südsudan wurde ein Wissenschafts- und Technologiezentrum eröffnet. Dieses Zentrum wurde hauptsächlich mithilfe von israelischen Freiwilligen aufgebaut, die in der humanitären Hilfsorganisation „IsraAid“ aktiv sind.

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Es herrscht große Freude im Südsudan – dem jüngsten Land der Welt, aber auch das ärmste der Welt. In einer festlichen Zeremonie an der Universität von Juba, der Hauptstadt des Südsudan, wurde das erste Wissenschafts- und Technologiezentrum des Landes eingeweiht. Dieses Zentrum wurde hauptsächlich mithilfe von israelischen Freiwilligen aufgebaut, die in der humanitären Hilfsorganisation „IsraAid“ aktiv sind, die in den letzten Jahren im Südsudan tätig ist.

(Foto: IsraAid)

Das neue und moderne Zentrum dient als Bildungsplattform für südsudanesische Jugendliche, Gymnasiasten und Universitätsstudenten und bildet sie zu Ingenieuren, Technikern, Mechanikern, Forschern und Wissenschaftlern aus, die zur Wirtschaft und sozialen Entwicklung des armen Landes beitragen werden. Die Gelfand-Familienstiftung, die UNESCO und Stem Synergy, der Technologiepartner von Israaid, waren Partner bei der Errichtung des Zentrums.

Für die kommenden drei Jahre hat sich das Zentrum ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: 10.000 Kinder und Jugendliche sollen in 8 Labors und Werkstätten in den folgenden Bereichen ausgebildet werden: Bau und Konstruktion, Metall, Holz, Physik, Elektronik, Computer, Mechanik, Chemie und Optik.

Ein Leersaal für Chemie (Foto: IsraAid)

Dies ist ein großer Beitrag für den Südsudan, der erst 2011 seine Unabhängigkeit bekannt gab und auch im selben Jahr der UNO beigetreten ist. 51 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze (weniger als ein Dollar Verdienst pro Tag laut UN-Definition) und nur 27 Prozent der Bevölkerung können lesen und schreiben. Nur etwa 40 Prozent der Straßen des Landes sind mit Asphalt gepflastert, nur 7,5 Prozent der Bevölkerung leben mit ordentlichen Sanitäranlagen und nur 1 Prozent der Bevölkerung ist an Elektrizität angeschlossen. Südsudan ist so arm, dass letztes Jahr beschlossen wurde, dass die Feiern zum Unabhängigkeitstag abgesagt wurden, um Geld zu sparen.

An der Eröffnungszeremonie des Zentrums beteiligte sich der südsudanesische Vizepräsident James Wani Igga, um die Bedeutung der Eröffnung des Wissenschaftlichen Zentrums durch die Regierung und sein Engagement für eine hohe wissenschaftliche und technologische Ausbildung zu veranschaulichen. Er gratulierte im Namen des südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir Mayardit. Weiterhin waren auch der Bildungsminister, hohe Beamte und Universitätsleiter bei der Feier dabei. Igga lobte den Beitrag der israelischen Organisation IsraAid, die die Universität bei ihren Bemühungen um die Entwicklung einer starken wissenschaftlichen und technologischen Infrastruktur im Land begleitete.

IsraAid arbeitet seit anderthalb Jahren ununterbrochen mit der Universität zusammen, um diesen Tag zu erreichen, und es ist inspirierend zu sehen, dass unsere gemeinsamen Bemühungen Früchte tragen und es uns gelungen ist, ein derart kritisches Projekt auf die Füsse zu stellen, dass sicherlich zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Südsudan beitragen wird“, sagte Ophelie Namiech, eine langzeitige Direktorin bei IsraAid, die auch schwierige Zeiten während des Bürgerkrieges erlebt hatte. Sie war für mehrere Tage unter Beschuss in ihrem Haus belagert gewesen, bis sie aus dieser Situation gerettet wurde.

„Die heutigen Ergebnisse sind beeindruckend, aber wir haben mehr harte Arbeit vor uns“, sagte Tim Barka, Leiter des aktuellen Hilfsteams von IsraAid. „Jetzt müssen wir die Verbindung zur Bevölkerung stärken, um Frauen, Männer, Jungen und Mädchen, den Zugang zu Information und Bildung zu ermöglichen.“

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