Israel Heute Morgen – Die Juli-August-Hitze

Heute ist es auch für die Schüler der Grundschulen und Kindergärten endlich so weit. Die Sommerferien sind da! Im Sommer wird bei uns oft von der „Juli-August-Hitze“ gesprochen, ein Begriff, der auch Titel eines sehr bekannten Liedes ist.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute ist es auch für die Schüler der Grundschulen und Kindergärten endlich so weit. Die Sommerferien sind da! Heute ist der letzte Schultag für um die anderthalb Millionen Kinder. Und in diesem Jahr sind die Ferien sogar noch etwas länger als sonst. Das haben wir dem Shabbat zu verdanken, denn normalerweise ist der 30. Juni der letzte Schultag. Das neue Schuljahr beginnt dann immer am 1. September. Doch da auch dieser Tag diesmal auf einen Shabbat fällt, gewinnen die Kinder einen weiteren Ferientag. Ist doch nett.

Nicht ganz so einfach sind die langen Sommerferien für die Eltern kleinerer Kinder. Denn die wollen nun beschäftigt werden, denn nicht alle Eltern können sich jetzt Urlaub nehmen, um mit ihren Kindern zu sein. Und wenn doch, dann nur für einen kleinen Teil der ewig langen Ferien. Denn keiner der Arbeitnehmer bekommt zwei Monate Urlaub. Um es wenigstens den Eltern der kleinen Kinder zu erleichtern, gibt es „die Schule der großen Ferien“. Das ist ein noch relativ neues Programm, in dem die Erst- bis Drittklässler für die nächsten drei Wochen weiter in die Schule gehen. Dort wird dann aber nicht wie normal unterrichtet, sondern den Kindern eine Art Ferienlager angeboten mit allen möglichen Aktivitäten. Darüber hatte ich Ihnen früher schon einmal erzählt. Dann gibt es auch die „normalen“ Ferienlager und Aktivitäten, die allerdings oft sehr teuer sind.

Etwas besser haben es die Lehrer, denn auch sie beginnen jetzt mit den Sommerferien. Oft wird sehr neidisch auf sie geschaut, da sie ja so viel Ferien haben. Doch die Lehrer verteidigen das natürlich, sie würden in der Zeit der Schulferien sich auch auf das neue Schuljahr vorbereiten müssen. Und da ist auch etwas dran. Sie beginnen schon vor Ende der Sommerferien mit den Vorbereitungen zum neuen Schuljahr, auch in der Schule. Aber irgendwie haben sie es doch gar nicht so schlecht.

Ich bin gespannt, ob wir diesmal wieder kurz vor Beginn des Schuljahres Streik-Drohungen seitens der Lehrer hören werden. Denn sehr oft wird ausgerechnet dieser Moment dafür ausgenutzt. Ich gebe zu, dass die Gehälter der Lehrer früher nicht die besten waren und sie sich mit Recht darüber beklagten. Die Streiks der vergangenen Jahre waren recht erfolgreich. Heute ist es gar nicht mehr so schlecht, ein Lehrer zu sein. Dennoch ist es problematisch, dass Lehrer streiken können. Ich erinnere mich an einen besonders langen Streik. Das war im Jahr 2007 im Herbst. Der Streik war so lang, dass ich es sogar schaffte mit unserem ältesten Sohn als Geschenk zu seiner Bar Mitzva für 12 Tage nach England zu fliegen. Als wir zurückkamen, waren die Schulen noch immer geschlossen. Der Streik dauerte um die zwei Monate, unglaublich.

Wir haben nur noch einen Sohn in der Schule. Unser Jüngster beginnt im September die 12. und letzte Klasse. Für uns Eltern ist das schon historisch, nach so langen Jahren. EIne neue Ära wird beginnen, in der alle unsere drei Kinder volljährig sind. Steuertechnisch werden meine Frau und ich dann als Ehepaar ohne Kinder angesehen. Ist schon komisch irgendwie. Aber es erfüllt uns mit großem Stolz, jetzt erwachsene Kinder zu haben. Mission erfüllt, nun beginnt die nächste Stufe.

Und wie wird das Wetter am Beginn der Sommerferien? Sommerlich natürlich. Allerdings ist es heute etwas kühler geworden, aber das heißt nicht, dass es nicht warm werden wird. Am Sonntag beginnt schon der Juli. Auf Hebräisch gibt es den Begriff „die Juli-August-Hitze“, denn dann ist es im Sommer am heißesten. Der Sänger Shlomi Arzi hat ein Lied mit diesem Titel geschrieben, allerdings geht es in dem Lied nicht um das Wetter. Mehr geht es dort um die Erinnerung an den Krieg in der Hitze von Juli August, Erinnerungen an Verletzte, einem Hubschrauber, der landet, um sie zu bergen. Es geht um eine ganze Einheit, die vom Feuer überrascht wurde.

“Hitze Juli-August“ – Shlomo Arzi

Das Lied beschreibt das Trauma des Krieges. Es ist eigentlich nicht richtig, dieses Lied nur wegens seines Titels mit der Hitze von Juli-August in Verbindung mit dem Sommer zu bringen. Es ist kein einfaches Lied, mit dem sich leider viele ehemalige Soldaten, die in den Kriegen kämpfen mussten, identifizieren. Das ist traurig. Ich möchte nicht, dass sich auch unsere Kinder später mit den Erinnerungen des Krieges auseinandersetzen müssen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem weiteren Rückgang der Temperaturen, besonders in den Bergen und im Landesinneren. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 34 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Beersheva 31 Grad, Eilat am Roten Meer 37 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere zweieinhalb Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.65 m unter dem Meeresspiegel.

Wie Sie sehen, habe ich heute die Politik und die Probleme unseres Landes fast ganz beiseite gelassen. Ich hoffe, dass wir endlich ein ruhiges Wochenende bekommen werden, besonders im Süden, denn leider kommt es im Grenzgebiet zum Gazastreifen jeden Tag zu mehreren Bränden. Es muss endlich ein Weg gefunden werden, die Lage in den Griff zu bekommen. Aber jetzt wollte ich nicht über Probleme reden. Wir brauchen mal Pause.

Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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