Israel Heute Morgen

Heute werden hier in Jerusalem angenehme 27 Grad erwartet. Dennoch überlege ich gerade, wo ich meinen Regenschirm hingelegt habe. Ein paar Worte über Natalie Portman, die nicht nach Israel kommen will, den Backstreet Boys, die in Israel waren, dem Gürtelschläger von Berlin und dem nach Deutschland gebrachten neuen Antisemitismus.

von | | Themen: BDS

Guten Morgen liebe Leser!

Heute soll es mal wieder besonders warm werden, hier in Jerusalem werden gegen Mittag angenehme 27 Grad erwartet. Dennoch überlege ich gerade, wo ich meinen Regenschirm hingelegt habe, denn den scheinen wir ab morgen nötig zu haben. Der Regen hat sich noch nicht verabschiedet, ganz im Gegenteil. Er wird die kommenden drei Tage beherrschen. Im ganzen Land soll es morgen regnen und gewittern, im Süden besteht Überschwemmungsgefahr. Erst am Freitag soll der Regen dann langsam nachlassen. Ein wirklich verrückter April. Aber heute werden wir erst einmal den warmen Tag und die Sonne genießen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Deutlicher Anstieg der Temperaturen, besonders in den Bergen und im Landesinneren. Überdurchschnittlich warm. Gegen Nachmittag starke nördliche Winde an der Küste Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 33 Grad, Beersheva 31, Eilat am Roten Meer 32 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.385 m unter dem Meeresspiegel.

Ist Ihnen aufgefallen, dass ich die Stadt Beersheva in die Wettervorhersage mit aufgenommen habe? Ich hoffe nur, dass ich jetzt nicht Anfragen aus Ashdod, Naharia oder anderen Orten bekommen werde. Aber Beersheva als Hauptstadt des Negevs hat ihren Platz im Wetterbericht wirklich verdient, oder? Und was ist jetzt mit Modiin? Dort ist es immer etwas wärmer als in Tel Aviv und Jerusalem. Im Sommer kann es in “meiner” Stadt so richtig heiß werden, 40 Grad sind da nichts Besonderes.

Gestern gab es in einem der Kommentare auf unserer Internetseite die Frage, warum wir nicht über die Absage von Natalie Portman berichtet haben. Nun, unser Motto kennen Sie ja: Wir bringen das, was andere weglassen. Ich gebe zu, dass wir auch oft über Dinge berichten, die Sie auch woanders finden können. Wir versuchen dann aber, die Ereignisse von einem anderen Blickpunkt zu beschreiben. Bei Natali Portman weiß ich allerdings nicht, was man dazu noch sagen könnte. Sie möchte nicht nach Israel kommen, weil sie Benjamin Netanjahu nicht mag und ihm nicht die Hand geben will. Ok, sage ich, ist doch ihre Sache. Wer nicht kommen will, soll es eben lassen. Ich gebe zu, dass ich nicht verstehe, warum nun die ganze Welt von ihr erfahren musste, dass sie Netanjahu nicht mag, aber sonst? Ich musste sogar etwas lächeln, als ich die doch enttäuschten Reaktionen der BDS-Unterstützer sah, als Portman ihren Grund für die Absage erklärte. Ob das nun wirklich der Grund ist oder ob auch “die Ereignisse im Gazastreifen”, wie zunächst berichtet wurde, ein Grund der Absage war, ist mir eigentlich egal. Wir machen viel zu viel Wind darum. Es gibt viele andere, die kein Problem haben, nach Israel zu kommen. Am Wochenende waren die Backstreet Boys bei uns und haben die israelischen Fans begeistert.

Die Backstreet Boys in Rishon Lezion, am Sonntag

Israel hat ein Rekordjahr hinter sich, was die Zahl der Touristen betrifft, die nach Israel kommen. Auch in diesen Tagen ist Israel, besonders Jerusalem, voll von Touristen aus aller Welt. Natalie Portman möchte lieber zuhause bleiben, ist doch ok.

In den letzten Tagen lese ich viel über diesen Vorfall in Berlin, wo ein israelischer Araber mit einer Kipa auf dem Kopf von einem syrischen Flüchting mit dem Gürtel geschlagen wurde. Diese Geschichte hat auch die Medien in Israel erreicht.

Die englische Internetseite der Zeitung Jediot Achronot berichtet heute über einen in Berlin geplanten „Kipa-Marsch“. Auch in Köln soll so ein Marsch stattfinden. Am Anfang verstand ich bei der Geschichte nicht, wieso ein israelische Araber mit einer Kipa auf die Straße ging. Aber eigentlich ist das auch unwichtig. Tatsache ist, dass er dafür Schläge kassiert hat, weil er für einen Juden gehalten wurde. Und das ist schlimm. Nun scheint man in Deutschland aufgewacht zu sein und will den Antisemitismus bekämpfen. Ich las, dass man mit den Millionen von Flüchtlingen auch den neuen Antisemitismus nach Deutschland kommen gelassen hätte. Heute früh sah ich ein Video einer Pressekonferenz des deutschen Innenministeriums. Dort wurde eine Sprecherin gefragt, ob nicht nur der Islam, sondern auch das Judentum zu Deutschland gehöre. Sie konnte darauf keine Antwort geben.

Was ist da nur los? Das fragte ich mich beim Sehen dieses Videos. Irgendwas scheint hier doch falsch zu laufen. Ich sehe mir diese Entwicklungen in Deutschland von der Ferne aus an und bin dann (leider) immer glücklich, vor fast 30 Jahren nach Israel eingewandert zu sein.

Sie sehen, wenn man morgens mit dem Bus fährt, hat man viel Zeit, sich durch die Netzwerke zu lesen. Ich bin sehr gespannt, wie man in Deutschland mit diesen Problemen zurecht kommen wird.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox