Israel Heute Morgen

Es regnet. Es regnet sogar sehr stark. Ein paar Worte über den vielleicht letzten Regen vor dem Sommer, die Scheinheiligkeit des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag, eine pro-palästinensische Demo in Berlin und natürlich das Wetter für heute in Israel.

von | | Themen: BDS

Guten Morgen liebe Leser!

Es regnet. Es regnet sogar sehr stark. Der Winter scheint sich noch einmal zurückgemeldet zu haben. Und es ist deutlich kühler geworden, das habe ich schon gestern Abend verspürt, es war richtig kalt. Heute ist also ein Regentag. Ich finde das gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Wir werden uns schon bald nach dem Geräusch der auf die Erde fallenden Regentropfen sehnen. Da bin ich mir ganz sicher. Wir werden den kühlen Wind vermissen, wenn wir schwitzend die Klimaanlage einschalten. Wir werden den Regen vermissen, der sehr bald eine lange Pause einlegen wird. Wenn dann die Bäume, die Dächer der Häuser und die Straßen von einer Sandschicht bedeckt werden, dann werden wir uns nach diesem frischen Regen sehnen, der leider erst im Herbst wieder die grünen Blätter zum Vorschein bringen und den Staub des heißen Sommers wegspülen wird. Sie sehen, ich sehne mich schon jetzt nach dem Regen, der jetzt vielleicht zum letzten Mal auf uns fällt.

Ist das vielleicht der letzte Regen vor dem Sommer? Heute früh in Modiin.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Bedeckt. Regenschauer mit vereinzelten Gewitter im Norden und im Zentrum des Landes. Im nördlichen Negev kann es zu leichten Regenschauern kommen. Gefahr von Überflutungen im Jordantal, der Judäischen Wüste und am Toten Meer. Die Temperaturen gehen noch etwas zurück. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 27 Grad, Eilat am Roten Meer 27 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um zwei Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.40 m unter dem Meeresspiegel.

Bei uns redet man seit gestern sehr viel über das, was in Syrien geschieht. Der grausame Giftgasangriff des syrischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung ist hier mit Bestürzung aufgenommen worden. Allerdings scheint man anderswo auf der Welt andere Prioritäten zu haben. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag sorgt sich viel mehr um die Bewohner des Gazastreifens. Anstatt das Massaker in Syrien zu verurteilen veröffentlichte die Staatsanwältin in Den Haag eine Erklärung bezüglich der Vorfälle am Grenzzaun zum Gazastreifens. Man würde die Ereignisse an der Grenze, die Gewalt mit größter Sorge betrachten. Seit dem 30. März seien mindestens 27 Palästinenser von Soldaten der israelischen Armee getötet worden. Weiter schrieb die Staatsanwältin, dass Gewalt gegen Zivilisten, ähnlich wie die am Gazastreifen, könne als Kriegsverbrechen angesehen werden. Auch die Europäische Union kritisierte selbstverständlich die “Gewaltanwendung der israelischen Armee gegen die Teilnehmer der ‘Rückkehr-Demonstration’ an der Grenze zum Gazastreifen. Die 200 Toten in Syrien scheinen niemanden dort zu interessieren. Wie kann das sein, frage ich mich immer wieder, obwohl ich mir der negativen Einstellung gegenüber Israel bewusst bin. Wie kann es sein, dass sich die Welt mehr um das Wohl von Hamas-Terroristen sorgt, deren Ziel es ist, Israel auszulöschen? Wo ist die Kritik an der Hamas? Die Hamas, die ihre Bürger für ihre terroristischen Ziele missbraucht.

Gestern las ich einen Artikel über eine pro-palästinensische Demonstration, die am Sonntag in Berlin stattgefunden hatte. Um die 500 Menschen nahmen daran teil, die meisten von ihnen waren wohl Araber, aber auch einige linksgerichtete Gruppen und BDS-Anhänger waren mit dabei. Gemeinsam wurden Hasslieder gegen Israel gesungen und „Vom Fluss bis zum Meer, Palästina wird frei sein!“ gerufen. Dass man so öffentlich die Vernichtung eines Staates fordern kann, das windert mich schon irgendwie. Ich sah auf Facebook weitere Bilder dieser Demo. Auch einige Deutsche waren dabei, hielten Schilder hoch, verurteilten Israel. Ich bin mir fast sicher, dass der grösste Teil dieser Demonstranten noch nicht ein einziges Mal in Israel gewesen sind. Ich bin mir auch sicher, dass die meisten die Hamas gar nicht kennen. Hauptsache mitmachen bei diesem Theater. Na gut. Der Artikel selbst ist gut geschrieben, er informiert. Beim letzten Satz musste ich sogar lächeln. Lesen Sie selbst:

Und nun wünsche ich Ihnen trotz allemeinen wunderbaren und friedlichen Dienstag. Ein neuer Tag hat begonnen. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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