Guten Morgen liebe Leser!
Wenn das Wetter weiter so bleibt wie in den letzten Tagen, werden wir wohl bald wieder unsere Sommersachen raussuchen, die wir bereits weit hinten im Schrank versteckt hatten. Verrückter Sommer, oh, ich meine natürlich Winter. Sonne überall, Temperaturen von um die 28 Grad in Tel Aviv, 30 Grad in Eilat, Sommer total im November. Morgen soll es dann noch etwas wärmer werden.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter bis teilweise bewölkt mit einem leichten Anstieg Temperaturen. Für die Jahreszeit zu warm und trocken. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 30 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt jetzt bei -214.30 m unter dem Meeresspiegel.
Für die recht zahlreichen Touristen, die ich jeden Tag durch die Stadt laufen sehe, kann das Wetter nicht besser sein. Israel, das Land der ewigen Sonne, wäre ein passender Werbeslogan momentan. Aber was für die Touristen paradiesisch ist, wird für Israels Landwirte langsam zu einem Alptraum. In den Medien versucht man noch zu beruhigen, ein warmer November sei keine Seltenheit, nichts Besonderes. Doch die Landwirte brauchen Wasser, sie brauchen es jetzt.
Und nun werfen wir wieder einen Blick auf die Titelseiten der heutigen Tageszeitungen, um zu sehen, über was hier bei uns am meisten geredet wird.

Die Zeitung Maariv berichtet vom ehemaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak. Er ist der Meinung, dass er der passendste Mensch sei, das Land zu führen. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass er eine mögliche Rückkehr in die Politik andeutet. Doch bis jetzt war es immer bei den Andeutungen geblieben. Gestern sagte er in einem Fernsehinterview, dass er sogar geeigneter als Netanjahu sei, das Land zu führen. In einer weiteren Überschrift wird Verteidigungsminister Lieberman zitiert, er werde nicht zulassen, dass Syrien sich zu einem Vorposten gegen Israel entwickeln würde. Dies sagte er bezüglich des russischen Einverständnisses für eine iranische Präsenz in Syrien. Dann gibt es noch eine Meldung über die Gefahr der Drohnen. Israel sei auf die Bedrohung durch Drohnen nicht ausreichend vorbereitet, sagte der Staatskontrolleur.
Die Zeitung Jediot Achronot sieht den heutigen Tag ganz anders und hat total verschiedene Schlagzeilen. Dort geht es um die Veröffentlichung der Protokolle der Regierungssitzungen vor 50 Jahren, nach dem Sechs-Tage-Krieg. Nach 50 Jahren dürfen Dokumente nämlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Nun kann man einen interessanten Einblick bekommen, was damals in den Sitzungen gesagt wurde. “So plante das Kabinett von 1967 das neue Land”, lautet die Überschrift. Interessant. Danach geht es in einer weiteren Schlagzeile um die gestiegene Zahl von Soldatinnen, die sich für einen Dienst in den Kampftruppen entschieden haben. Insgesamt 2700 Kämpferinnen wurden in diesem Jahr rekrutiert, 15% mehr als im Vorjahr, 500% mehr als vor fünf Jahren. Enorm. Unten auf der Seite gibt es dann ein Bild vom zerstörten Haus des Terroristen von Har Hadar. Es wurde gestern in die Luft gesprengt (Artikel).
Und dann haben wir noch die Gratis-Zeitung Israel Hayom. Auch sie berichtet vom Interview mit Ehud Barak, in dem er sagte, dass er das Land besser führen würde als Netanjahu. Na, ob er es diesmal wirklich ernst meint? Dann gibt es eine Meldung über die Benennung eines neuen militärischen Beraters des Ministerpräsidenten. Es gab dort viele Gerüchte, nun wurde gemeldet, dass der von vielen erwartete Kandidat für den Posten, diesen nun doch nicht bekommen wird. Dies wurde ihm vom Generalstabschef Gadi Eizenkot gesagt. Ob es daran liegt, dass er Naftali Bennet vom Jüdischen Haus nahe steht, wie die Zeitung berichtet? Dann gibt es noch eine Meldung bezüglich der Gefahr der Drohnen, wie auch die Zeitung Maariv berichtet. Unten links dann noch ein Bild vom Chef des Rettungsdienstes Ichud Hazala, Meshi Zahav, der sich während eines Aufenthaltes in Südafrika mit einer Löwin in eine unangenehme Situation brachte, als diese ihn ansprang. Es ist zum Glück nichts weiter passiert. Die Rettungsorganisation Ichud Hazala war in Südafrika an einer Übung beteiligt. Sie besteht aus vornehmlich religiösen und orthodoxen Juden und wurde während der zweiten Intifada gegründet, da trug sie noch den Namen “Zaka”. Sie waren nach Anschlägen immer die Ersten vor Ort.
Gestern haben wir die neue Dezember-Ausgabe unseres Israel Heute-Magazins in den Druck geschickt, so dass unsere Abonnenten bald wieder Post in ihren Briefkästen haben werden. Wenn Sie jetzt Lust auf ein Abo des Magazins haben, so können Sie sich hier über die verschiedenen Abo-Möglichkeiten informieren und ein Abo Ihrer Wahl bestellen. Momentan gibt es auf das Digital-Abo eine Ermäßigung von 40%. Für 20.99 Euro können Sie ein Jahr lang das Magazin lesen und bekommen dazu auch noch den neuen Jüdisch-Christlichen Kalender 2018, den wir gerade fertiggestellt haben. Bitte verzeihen Sie mir meine Werbung. Aber da ich an der Vorbereitung des Magazins beteiligt bin, erlaube ich es mir. Wir haben wieder interessante Berichte aus vielen Bereichen zusammengestellt.
Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Donnerstag, das Wochenende ist fast schon wieder da. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




