Israel

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Israel Heute Morgen

Heute ist es passiert: Ich habe zum ersten Mal seit März eine Jacke übergezogen. Ein paar Worte die „Masa Israel“ (Reise durch Israel) der Schüler der elften Klassen, die unser Sohn heute früh um 4 Uhr begonnen hat, eine nicht geplante Fahrt zur Armeebasis meiner Tochter und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Heute ist es passiert: Ich habe zum ersten Mal seit März eine Jacke übergezogen. Es war heute früh relativ frisch, da dachte ich mir, ich nehme doch lieber mal eine Jacke mit. Die Temperatur lag bei 16 Grad, als ich auf meinem Weg zur Redaktion war. Ich gebe zu, ich hätte es auch ohne ausgehalten, aber irgendwann muss man ja auf Winter umschalten. Auch in den nächsten Tagen soll es relativ kühl bleiben, also kühl für unsere Verhältnisse, mit der Möglichkeit von einzelnen Regenschauern. Gegen Ende der Woche soll sich der Regen dann sogar bis zum Negev ausbreiten und von Gewittern begleitet werden. Das ist doch nett.

Heute mit Jacke

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Teilweise bewölkt mit örtlichen Regenschauern im Norden und Zentrum des Landes. Für die Jahreszeit unverhältnismäßig niedrige Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 20 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 28 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 29 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.255 m unter dem Meeresspiegel.

Ich durfte heute um halb vier morgens aufstehen und meinen Sohn zur Schule fahren. Denn heute beginnt der ganze Jahrgang seiner Schule eine fünftägige Fahrt durch Israel. Eigentlich waren 6 Tage vorgesehen, wegen des starken Regens im Norden wurde die Fahrt leider um einen Tag verkürzt. Man nennt diese besondere Reise die “Masa Israel” – Israelreise. Dabei geht es durch viele Teile des Landes, vom Norden bis zum Süden. Es handelt sich dabei nicht um irgendeine Klassenfahrt, sondern um ein Programm, dass seit 2005 mit allen Schülern der elften Klasse durchgeführt wird. Dabei geht es um die Stärkung der Jüdischen und Zionistischen Identität der Schüler. Es werden nicht nur historische Orte besucht, sondern auch Treffen mit Persönlichkeiten und Diskussionsrunden veranstaltet. Die Schüler lernen auch verschiedene Projekte kennen , wo anderen hilfsbedürftigen Mitbürgern geholfen wird, dass kann eine Suppenküche sein, wo die Schüler lernen, wie wichtig es ist, anderen zu helfen. Natürlich wird auch viel gewandert werden, um mit dem Land noch besser verbunden zu werden. Diese “Masa Israel” soll den Schülern ihre Jüdische Identität bewusst machen. Am Ende der 5 Tage sollen die Schüler mit einem anderen Bild über das Land zurückkehren und nie ihre Wurzeln vergessen, ihre Jüdische Identität. Im folgenen Video kann man eine Zusammenfassung einer solchen “Masa Israel” sehen. Die “Masa Israel ” ist eine einzigartige Erfahrung.

Nachdem ich mich um 4 Uhr morgens von meinem Sohn verabschiedet und ihm eine erlebnisreiche Fahrt gewünscht habe, bin ich dann erstmal wieder nachhause gefahren, wo ich mich noch für knappe 2 Stunden ausruhen konnte bis ich dann nach Jerusalem fuhr .So richtig geschlafen habe ich allerdings nicht mehr.

Gestern, kurz bevor ich mich auf meinen Heimweg machen wollte, rief plötzlich meine Tochter an. Ihre Brille sei kaputt und ich müsste ihr jetzt ganz dringend ihre Ersatzbrille bringen. Klar, kein Problem, dachte ich mir, mal eben schnell zur Armeebasis fahren. Aber ich hatte ja keine Wahl. So machte ich zuhause in Modiin nur eine kurze Pause, nahm die Brille und machte mich auf dem Weg zur Basis, wo meine Tochter ihre Grundausbildung verrichtet. Nächste Woche wird sie sie dann schon beenden. Das war eine wahre Mission. Während ich auf dem Weg zur Basis war, sprach meine Frau mit der Zentrale, um mich „anzumelden“, ich wollte nicht unangemeldet am Eingang der Basis stehen. Die Fahrt ging schneller als ich zunächst erwartet hatte. Am Tor zur Basis übergab ich die Brille dem Wachposten, der mir versicherte, dass die Brille an meine Tochter weitergeleitet werde. Dann wünschte er mir einen schönen Abend, das heißt, er wollte mir sagen, dass ich jetzt gleich wieder wegfahren könne. Die ganze Aktion dauerte vielleicht 2 Minuten. Dann war ich auch schon wieder auf dem Rückweg. Mir war auch klar, dass ich meine Tochter nicht zu sehen bekommen werde. Allerdings wurde ihr die Brille erst nach ungefähr 3 Sunden übergeben, zur Ruhezeit. Meine Fahrt zurück war problemlos, ohne Staus, nach gerade einmal 40 Minuten war ich schon wieder zuhause. Unser Land ist wirklich sehr klein, wenn man nur so kurz unterwegs ist, dachte ich mir.

Die nächsten Tage werden wir also weder nur zu dritt zuhause verbringen, diesmal zusammen mit unserem ältesten Sohn. So ist das wohl, wenn man älter wird, wird es langsam leerer zuhause.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und erfüllenden Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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Patrick Callahan

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