Israel

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Israel Heute Morgen

Haben Sie daran gedacht, die Uhren umzustellen? Ein paar Worte über einen stressfreien Beginn der neuen Woche, dank der Winterzeit, Regen am Wochenende, viele Menschen vor einer Postfiliale, die Schlagzeilen in den Zeitungen mit einer neuen Affäre um die Frau unseres Ministerpräsidenten und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Haben Sie daran gedacht, die Uhren umzustellen? Wenn nicht, dann ist das auch nicht so schlimm, es ist ja Sonntag. Hier bei uns in Israel können wir uns diesen Luxus allerdings nicht erlauben, denn heute ist ein ganz normaler Arbeitstag, der erste der neuen Woche. Bei uns zuhause haben wir schon gestern Abend alle Uhren umgestellt. Zusätzlich habe ich mir noch auf meiner Armbanduhr, die nicht mit dem Internet verbunden ist, den Wecker gestellt. Auf die Uhr in meinem Handy, die automatisch geändert wird, wollte ich mich nicht verlassen. Ich hatte keine Lust, deswegen eine Stunde zu früh aufzustehen. Dennoch bin ich schon seit 4:20 Uhr heute früh wach gewesen, da ich normalerweise immer so zwischen halb sechs und sechs aufstehe. Meine innere Uhr konnte ich also noch nicht umstellen. War aber auch gut so. Auch unserer Tochter fiel das Aufstehen heute ungewöhnlich leicht, so dass wir zeitig und ohne Probleme am Bahnhof waren, wo ich mich dann von ihr verabschiedet habe, eine neue Woche in der Armee hat begonnen, aber bald ist die Grundausbildung schon wieder vorbei.

Mitten in der Nacht zum Shabbat wurde ich durch Blitze und starke Regenfälle geweckt. Und das war auch gut, denn so konnte ich schnell in den Garten und die Markisen einziehen, was man bei Regen immer machen sollte. Das Wetter am Shabbat war wunderbar. In der Luft war ein erfrischender Geruch des Regens der in der Nacht gefallen war, ein Geruch nach Erde und Gras, einfach toll.

Shabbat am Vormittag nach dem Regen

Auch heute soll das Wetter angenehm bleiben, ab morgen sollen die Temperaturen wieder etwas sinken und besonders an der Küste kann es zu Gewittern kommen. Am Toten Meer und in Eilat herrscht weiter der Sommer.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit der Möglichkeit von leichtem Regen im Norden und an der Küste. Leichter Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 22 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 29 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.24 m unter dem Meeresspiegel.

Auf meinem Weg zur Redaktion fiel mir auf, dass vor der Post schon recht viele Menschen warteten, eine halbe Stunde vor der Öffnung.

Kann es sein, dass sie vergessen hatten, ihre Uhren umzustellen? Doch dann fiel mir ein, dass wir Ende des Monats haben und das ist immer die Zeit wo besonders ältere Menschen ihre Zahlungen der Nationalen Versicherung erhalten. Die Tage nach dem 27. des Monats bis zum Monatsende sind keine guten Tage, zur Post zu gehen, es sei denn, man bestellt im Voraus einen Termin, das kann man mit einer App der Israelischen Post machen. Sonst ist ein Besuch bei der Post keine leichte Mission.

Und mit was beschäftigt man sich hier bei uns in den Nachrichten? Um das zu erfahren, reicht ein Blick auf die heutigen Titelseiten unserer Tageszeitungen.

Die heutigen Titelseiten von „Maariv“, „Israel Hayom“ und „Jediot Achronot“ (von links nach rechts).

Überall beschäftigt man sich natürlich mit der Unabhängigkeitserklärung Kataloniens und den Folgen. Dann kann man auf zwei Titelseiten Fotos von Sarah Netanjahu sehen, die Frau von Benjamin Netanjahu. Die Netanjahus, diesmal Sarah, sind wieder in den Schlagzeilen. Eine ehemalige Angestellte, sie hatte einen Monat bei den Netanjahus als Haushilfe gearbeitet, hat Sarah Netanjahu verklagt. Sie habe sehr unter ihr leiden müssen, sie sei von ihr terrorisiert, angeschrien und herabwürdigend behandelt worden. Für die Presse natürlich ein gefundenes Fressen. Es ist nicht das erste Mal, dass eine ehemalige Angestellte sich über Sarah Netanjahu beschwert. Von Seiten der Familie Netanjahu werden die Vorwürfe zurückgewiesen, die Klägerin habe kaum Kontakt mit ihnen gehabt, dass sie innerhalb des Monats ihrer Beschäftigung zehn Tage in Südamerika gewesen sei und es auch das Neujahr und der Jom Kippur innerhalb dieses Monats gewesen wären. In der Netanjahu freundlich gesinnten Zeitung „Israel Hayom“ erscheint diese Meldung gar nicht erst auf der Titelseite, wird aber auf Seite 7 erwähnt. Mal sehen, wie sich diese neue, alte Geschichte weiter entwickelt. Ohne diese wäre es vielleicht zu langweilig bei uns.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ausgefüllten Sonntag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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