Israel Heute Morgen

Und wieder hat eine neue Woche begonnen. Bevor ich mich auf den Weg nach Jerusalem machte, habe ich noch meine Tochter zum Bahnhof gefahren. Ein paar Worte über eine weitere Woche unserer Tochter in der Armee, der Beginn des neuen akademischen Jahres an Israels Universitäten, ein Programm in dem Studenten Kindern helfen und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Und wieder hat eine neue Woche begonnen. Bevor ich mich auf den Weg nach Jerusalem machte, habe ich noch meine Tochter zum Bahnhof gefahren. Es fällt ihr jetzt deutlich leichter, eine neue Woche ihrer Grundausbildung bei der Armee zu beginnen. Der erste „Schock“ ist vorbei, sie hat neue Freundinnen kennengelernt und auch die Unterrichtsstunden seien manchmal sogar interessant, wie sie uns erzählt hatte. So fiel uns der Abschied heute früh relativ leicht, denn diesmal wird unsere Tochter schon am kommenden Wochenende wieder nachhause kommen. Dennoch wird empfohlen, immer genug Sachen für zwei Wochen mitzubringen, das ist für den Fall, dass etwas „schief läuft“, eine der beliebtesten Maßnahmen ist es, den Soldaten als Strafmassnahme über das Wochenende in der Kaserne zu behalten. Aber bleiben wir optimistisch. Wir freuen uns schon auf den nächsten Freitag.

Das Wetter ist immer noch sehr angenehm, die Sonne scheint, ohne das es zu warm ist. Die Abende und der Morgen sind angenehm kühl. Besser geht es nicht. Und so soll es auch in den nächsten Tagen bleiben.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem weiteren leichten Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 23 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 38 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um einen Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.21 m unter dem Meeresspiegel.

Nachdem das neue Schuljahr schon am 1. September begonnen hatte, sind heute auch die Studenten an der Reihe, das neue akademische Jahr zu beginnen. Rund 309.000 Studenten gibt es in Israel, sie studieren an insgesamt 62 akademischen Einrichtungen.

Die Hebräische Universität in Jerusalem, sie feiert 2018 ihr 100-jähriges Bestehen

An 17 vom Staat finanzierten Hochschulen beginnt das neue akademische Jahr allerdings mit einem Streik des Lehrpersonals. Sie fordern neue Arbeitsverträge und eine Verbesserung ihrer Bedingungen. Sie sehen, ganz ohne Streiks geht es bei uns nicht. Streiks zu Beginn eines neuen Semesters ist leider nichts neues hier bei uns. Die Verhandlungen zwischen den Hochschulen und dem Finanzministerium sind ins Stocken geraten, jetzt muss man abwarten und sehen, wer als erster etwas nachgibt.

Die Studenten haben es nicht leicht. Neben dem Studium müssen die meisten auch einer Arbeit nachgehen, um über die Runden zu kommen. Auch wenn der größte Teil der Studenten von den Eltern unterstützt wird, reicht es nicht, um sich nur auf das Studium konzentrieren zu können. Neben den hohen Studiengebühren von um die 12000 Shekel (3000 Euro) im Jahr, müssen eine Unterkunft, Lebenskosten und Ausrüstung für das Studium finanziert werden, das sind mehrere tausend Shekel im Monat. Ich habe früher während meines Studiums in einem Hotel gearbeitet, obwohl ich natürlich auch von meinen Eltern unterstützt worden war. Ein sehr grosser Teil des Hotelpersonals waren wie ich Studenten. Viel freie Zeit bleibt da nicht.

Es gibt einige Programme, die den Erhalt von Stipendien ermöglichen. Ein besonders schönes Beispiel für so ein Programm ist Perach. In diesem seit 1974 bestehenden Programm trifft sich ein Student einmal in der Woche mit einem Kind aus unterprivilegierten Verhältnissen. Der Student gibt dem Kind Nachhilfeunterricht, geht mit ihm ins Kino oder auch nur mal zusammen in die Stadt, um dem Kind die Aufmerksamkeit zu schenken, die es zuhause nicht bekommt. Bei diesem Programm lohnt es sich für beide Seiten, das Kind sowie den Student, der für seine Bemühungen eine Ermäßigung der Studiengebühren erhält. Das Perach-Programm richtet sich an alle Gesellschaftsgruppen, Juden, Araber und Drusen. Sehr oft stammen die sich am Projekt beteiligten Studenten selbst aus Minderheitsgruppen. Insgesamt 12 % von Israels Studenten sind an diesem Projekt beteiligt und betreuen tausende von Kindern.

Im Rahmen von Perach wird nicht nur gelernt, das Video fasst die Aktivitäten des Studenten Tal mit dem Schüler Niv in einem Schuljahr zusammen.

Das Programm hat 2008 den Israel Preis gewonnen, ähnliche von Perach inspirierte Programme gibt es mittlerweile auch in rund 20 Ländern. Ich wünsche allen Studenten, die heute das neue akademische Jahr beginnen, viel Erfolg.

Und nun geht es auch bei uns in der Redaktion wieder an die Arbeit, die Dezember-Ausgabe von Israel Heute muss geplant werden. Kaum zu glauben, dass wir uns schon bald vom Jahr 2017 verabschieden werden. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und friedlichen Sonntag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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