Israel Heute Morgen

Dass ich eine Temperatur von 30 Grad als angenehm empfinden würde, hätte ich vor ein paar Wochen nicht gedacht. Ein paar Worte über die Fahrt im Bus nach Jerusalem, dem „Weißen Abendessen“ und der „Weißen Nacht“ in der „Weißen Stadt“ Tel Aviv, die Themen von heute und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Dass ich eine Temperatur von 30 Grad als angenehm empfinden würde, hätte ich vor ein paar Wochen nicht gedacht. Mein gestriger Fußweg zur Busstation war so richtig angenehm. Es ist eben alles relativ. In der nächsten Woche werde ich die 30 Grad, die auch heute erreicht werden sollen, sehr vermissen. Denn ab Sonntag soll dann eine „echte“ Hitzewelle auf uns zukommen.

Aber hier ist erst einmal das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 38 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.32 m unter dem Meeresspiegel.

In den letzten Tagen fahre ich wieder mit dem Bus von zuhause nach Jerusalem. Da Sommerferien, wollte ich dem Bus wieder eine Chance geben. Und er hat mich nicht enttäuscht. Da jetzt während der Ferien deutlich weniger Autos unterwegs sind, komme ich mit dem Bus genauso schnell ans Ziel wie mit meinem Auto. Besonders auf dem Heimweg geht es jetzt viel schneller als sonst. Das mag aber auch daran liegen, dass seit einiger Zeit alle drei Fahrspuren der Schnellstraße 1 offen sind. So war ich gestern schon nach 30 Minuten im Bus zuhause. Die Fahrt im Bus ist viel billiger als mit dem Auto. Und viel angenehmer, ich kann mich zurücklehnen und entspannen, anstatt mich auf den Straßenverkehr konzentrieren zu müssen. Ich werde in diesem Sommer erstmal mit dem Bus fahren und das Auto nur benutzen, wenn es nicht anders geht.

Tel Aviv ist als die Stadt bekannt, die niemals schläft. In der kommenden Nacht wird dort wieder die sogenannte „Weiße Nacht“ von Tel Aviv gefeiert. In dieser Nacht wird sehr viel los sein. Viele Museen haben geöffnet, in vielen Straßen wird es Konzerte, Straßentheater und Straßenpartys geben (siehe hier). Im letzten Jahr haben nicht weniger als 500.000 Menschen die „Weiße Nacht“ von Tel Aviv gefeiert.

Die Weiße Nacht in Tel Aviv im letzten Jahr

Die „Weiße Nacht“ wird in Tel Aviv seit dem Jahr 2003 gefeiert, als die UNESCO der Stadt den Status eines Welterbes verlieh. In Tel Aviv gibt es über 4000 Häuser, die in den 30er Jahren im Bauhaus-Stil von deutschen Architekten, die nach Israel eingewandert waren, gebaut worden sind. Daher wird Tel Aviv auch die „Weiße Stadt“ genannt. Die Feiern der „Weißen Nacht“ wurde bereits gestern Abend mit dem sogenannten „Diner en blanc“, dem weißen Dinner, begonnen (siehe Foto oben). Ich gebe zu, dass mir das neu war. Bei diesem „Diner en blanc“ handelt es sich um ein sogenanntes gesellschaftliches Abendessen mit vielen in weiß gekleideten Teilnehmern, das über die Netzwerke und Freunde und Bekannte organisiert wird. Erst kurz vor Beginn des Abends wird der Ort bekanntgegeben, wo das „Diner en blanc“ stattfinden wird. Angefangen hat dieser Brauch in Paris im Jahr 1988 und ist dann von vielen Städten auf der Welt übernommen worden, so auch in Tel Aviv. Der Ort des gestrigen „Diner en blanc“ wurde nur eine Stunde vorher in Internet bekanntgegeben. Auf dem Foto können Sie leicht erkennen, wo es stattgefunden hat. Sollte sich jemand von den Lesern gerade in Tel Aviv aufhalten, dann bleiben sie wach und feiern sie mit der Stadt die „Weiße Nacht“.

Und nun erzähle ich Ihnen noch kurz, was heute morgen hier in Israel aktuell ist: In dieser Stunde wird entschieden, ob er ehemalige Ministerpräsident Ehud Olmert vorzeitig aus der Haft entlassen wird. Er wurde damals wegen Korruption zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten verurteilt. Jetzt bat er darum, die Zeit um ein Drittel zu verkürzen, was bedeuten würde, dass er vielleicht schon am Sonntag das Gefängnis verlassen kann. Ich denke, man sollte ihm das gewähren, es wäre sinnlos, ihn noch länger im Gefängnis sitzen zu lassen. Weiteres Thema heute morgen ist noch immer der Streit um die Abteilung für krebskranke Kinder am Hadassa-Krankenhaus. Die Eltern haben ihren Hungerstreik vorerst ausgesetzt, um dem Vermittlungsversuchen eine Chance zu geben, eine Lösung ist leider noch nicht in Sicht. Und dann landete in den Golanhöhen erneut eine Mörsergranate aus Syrien. Ich bin gespannt, wie es dort weitergehen wird.

Sie sehen, es ist nie langweilig bei uns, später kommen dann unsere täglichen aktuellen Meldungen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und friedlichen Donnerstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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