Israel Heute Morgen

Auch wenn der Sommer fast schon da ist, habe ich heute früh auf meinem Weg in die Redaktion noch die frische Luft genießen können. Ein paar Worte über die dreispurige Schnellstraße nach Jerusalem, eine nationale Übung zur Vorbereitung auf ein starkes Erdbeben in Israel und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Auch wenn der Sommer fast schon da ist, habe ich heute früh auf meinem Weg in die Redaktion noch die frische Luft genießen können. Früh am Morgen ist es einfach am schönsten. Gegen Mittag wird es dann wieder warm werden, aber nicht zu warm, „nur“ 28 Grad werden hier in Jerusalem erwartet. Zu kalt? Fahren Sie an den See Genezareth oder ans Tote Meer.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Anstieg der Temperaturen im Süden des Landes. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 28 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 35 Grad, am Toten Meer 36 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.205 m unter dem Meeresspiegel.

Heute bin ich besonders schnell nach Jerusalem gekommen. Zum einen, weil ich besonders früh aus dem Haus gekommen war, zum anderen Dank der jetzt durchlaufend dreispurigen Schnellstraße 1. Seit einigen Tagen sind alle drei Spuren für den Verkehr freigegeben worden, auch im Tunnel. Und das spart Zeit, da sich die Autos jetzt nicht mehr vor der Einfahrt zum Tunnel drängen müssen, denn kurz vor dem Tunnel wurde es zweispurig. Damit ist es nun vorbei, allerdings bin ich mir nicht sicher, dass nun sämtliche Probleme gelöst sind und es nicht mehr zu Staus kommen wird. Wenn man später am Tag losfährt, wird es sicher wieder zu einigen Verkehrsstaus vor der Einfahrt nach Jerusalem kommen, denn es gibt einfach viel zu viele Autos hier bei uns. Ich warte schon sehnsüchtig auf die Eröffnung der schnellen Zugverbindung nach Jerusalem. Doch das wird noch eine Weile dauern.

Ab jetzt geht es dreispurig durch den Tunnel.

In dieser Woche wird bei uns viel über Erdbeben geredet. Hier in Israel rechnet man damit, dass es innerhalb der nächsten zehn Jahren in Israel zu einem stärkeren Erdbeben kommen könnte. Der Statistik zufolge, findet in Gegenden wie in Israel, die an der Syrisch-Afrikanischen Spalte liegen, einmal in 100 Jahren ein großes Erdbeben statt. Das letzte starke Erdbeben gab es hier im Jahr 1927.

Gestern hat der Zivilschutz eine große Übung zur Vorbereitung auf ein großes Erdbeben begonnen, das vier Tage dauern wird (siehe Artikel von gestern). Im Rahmen der Übung wurde gestern um 11:30 Uhr Ortszeit ein Erdbeben der Stärke 7.1 gemeldet. Bei einem Beben dieser Stärke würden 150000 Menschen ihre Häuser verlieren, die Infrastrukturen würden teilweise zusammenbrechen, Menschen würden in den Ruinen ihrer Häuser eingefangen sein. Das klingt alles nicht sehr schön. Daher muss man sich auf eine Katastrophe wie diese vorbereiten. 164 Landkreise beteilige sich an dieser nationalen Übung. Heute wird man in den Schulen und Kindergärten eine schnelle Evakuierung der Klassen üben. Die Schüler sollen so schnell wie möglich in Sicherheit gebracht werden. In 2300 Schulen sind bereits Erdbebenwarnsysteme installiert worden. In weiteren 600 Schulen werden diese Warnsysteme im Laufe des kommenden Jahres installiert werden. Im Falle eines starken Bebens wird es Alarmsignale auch im Fernsehen, im Radio und im Internet geben. Auch das soll heute ausprobiert werden. Die Sirenen wird man allerdings nicht aktivieren.

Der Zivilschutz veröffentlichte ein Video zur heutigen Übung zur Vorbereitung auf ein Erdbeben, in denen Tipps für das richtige Verhalten im Falle eines Bebens gegeben werden. Um 10:05 Uhr sollen wir alle das richtige Verhalten bei einem Erdbeben üben.

Ich kann mich noch an ein Erdbeben vor etwa 15 Jahren erinnern, es war ein Beben der Stärke 5.1. Ich war in meinem Arbeitszimmer am Israelischen Fernsehen, als die Geräte plötzlich zu wackeln begannen, nach wenigen Sekunden war es dann schon wieder still. Mein Sohn erzählte mir, dass alle Schüler die Schule verlassen mussten, sie versammelten sich draußen auf dem Schulhof. Das war das bisher stärkste Beben, das ich hier erlebt habe. Im Jahr 1995 hatte es in der Stadt Eilat ein relativ starkes Beben gegeben, es gab einige Risse in den Strassen, die Wand eines Hotels wurde beschädigt. Die Gefahr eines Erdbebens besteht also. Daher sind Übungen wie die, die jetzt durchgeführt werden, sehr wichtig. Wir dürfen die Gefahr nicht unterschätzen.

Hoffen wir, dass es nicht so bald zu einem starken Erdbeben kommen wird. Jetzt wollen wir die angenehmen sonnigen Tage genießen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Dienstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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