Israel Heute Morgen

Der heutige Tag hat für viele Eltern mit einem Problem begonnen. Kaum sind die Chanukka-Ferien vorbei, da wachen die Lehrer auf und überraschen die Eltern mit einem Warnstreik. Ein paar Worte über einen plötzlichen Streik der Lehrer, die Tragödie eines Vaters, der seine 4 Töchter verloren hat, Wünsche für ein besseres Jahr 2017 und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Der heutige Tag hat für viele Eltern mit einem Problem begonnen. Kaum sind die Chanukka-Ferien vorbei, da wachen die Lehrer auf und überraschen die Eltern mit einem Warnstreik. Heute soll der Unterricht in den Grundschulen und Kindergärten erst um 11 Uhr beginnen. Wenn man erst am Abend von einem Streik am nächsten Morgen erfährt, ist das für viele Eltern ein großes Problem. Wenn der Unterricht erst um 11 Uhr beginnen soll, bedeutet das, dass einer der Eltern mit den Kindern zuhause bleiben muss, das heißt, er muss sich Urlaub nehmen. Dabei haben die Eltern doch gerade erst die einwöchigen Chanukka-Ferien hinter sich. Sie mussten sich freinehmen, um mit ihren Kindern zu sein. Seit 7 Uhr heute früh wird im Arbeitsgericht darüber beraten, ob der Streik untersagt werden soll. Die Richterin hatte der Lehrergewerkschaft vorgeschlagen, über den Streitpunkt zu verhandeln und auf den Streik zu verzichten, doch das wurde natürlich abgelehnt. Grund des Streiks ist die Tatsache, dass viele Lehrer nicht ihr volles Gehalt bekommen haben, da man zahlreiche Zahlungen, wie Fahrkosten, rückwirkend korrigiert und dann alles auf einmal vom Gehalt abgezogen hatte. Über dieses Problem hatte ich Ihnen schon nach den Sommerferien geschrieben. Bis heute ist man sich noch immer nicht einig geworden, wie man es handhaben soll. Die Eltern sind verärgert darüber, dass sie immer die Leidtragenden sind, wenn die Lehrer ein Problem haben, auch wenn viele das Problem der Lehrer verstehen. Meine Kinder sind ja schon auf der Oberstufe, so dass sie heute wie immer den Unterricht begonnen haben. Außerdem sind ja auch schon alt genug, alleine zuhause zu bleiben, aber, wenn man kleine Kinder hat, geht das eben nicht.

Während ich diese Zeilen schreibe, wird gemeldet, dass der Streik der Lehrer verkürzt wurde. Der Unterricht wird nun um 9 Uhr beginnen, in einer halben Stunde. Wozu dieser ganze Stress am Morgen?

Ich bin wie immer in aller Früh in mein Auto gestiegen und nach Jerusalem gefahren. Die Fahrt dauerte nur 25 Minuten. Das ist der Grund, warum ich so früh von zuhause wegfahre. Es ist noch immer sehr kalt, hier in Jerusalem waren es nur 5 Grad, als ich zu Fuß zur Redaktion ging. Erst am Donnerstag sollen die Temperaturen langsam nach oben gehen. Am Freitag soll es in Tel Aviv 20 Grad warm werden.

Und hier das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig. Vereinzelte Regenschauer im Norden und an der Küste. Gegen Abend stärkere Regenschauer. Weiterhin für die Jahreszeit zu kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 11 Grad, Tel Aviv 16 Grad, Haifa 14 Grad, Tiberias am See Genezareth 16 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 18 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt bei -213.595 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern wurden die vier Mädchen, die von ihrer Mutter getötet wurden, bevor sie dann das Zimmer in Brand steckte und sich das Leben nahm, beerdigt. Es war ein trauriger Anblick. Vier Gräber und der Vater, der seit gestern nicht aufhört, zu weinen. Ich weiß nicht, wie man nach so einer unfassbaren Tragödie wieder auf die Beine kommt. Wer dem Vater dabei hilft, ist der Rabbiner der Gemeinde. Er musste selbst lernen, mit einer Tragödie umzugehen. Er ist der Großvater der Kinder der Familie Vogel , die im Jahr 2011 von einem Terroristen zusammen mit ihren Eltern in ihrem Haus in Itamar ermordet worden waren. Einfach nur traurig.

Heute in der Zeitung Yediot Achronot: „Zusammen begraben“, „Wie kann eine Mutter so etwas tun?“

Ich hoffe, dass das neue Jahr ab jetzt ohne Tragödien, ohne Verkehrsunfälle und ohne Gewalt weitergehen wird. Wir wollen einfach nur unseren Alltag leben und über das Wetter reden. Oder über das Fußballspiel von gestern, wie zum Beispiel der 1:0 Sieg von Beitar Jerusalem über Maccabi Tel Aviv gestern Abend im Teddy-Stadion. Ich freue mich immer, wenn Jerusalem ein Spiel gewinnt, sei es Beitar im Fußball oder Hapoel im Basketball. Es würde mich freuen, wenn ich mehr über den Sport in Israel schreiben könnte, anstatt über Terror, Unfälle und andere schlechte Nachrichten.

Heute werden wir eine neue Nachrichtenzusammenfassung für die nächste Ausgabe unseres TV Magazins aufnehmen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und friedlichen Dienstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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