Das Wuppertaler Amtsgericht hat drei Palästinenser zu Bewährungsstrafen verurteilt. Sie hatten im vergangenen Sommer einen Brandanschlag auf die Bergische Synagoge (Foto) in Wuppertal verübt. Zwei Täter im Alter von 24 und 29 Jahren erhielten wegen versuchter schwerer Brandstiftung ein Jahr und drei Monate Haft auf Bewährung. Ein 18-Jähriger wurde nach Jugendstrafrecht zu einer Bewährungsstrafe ohne konkretes Strafmaß verurteilt.
International
Der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Mittwoch „in schärfster Form“ den Tod eines spanischen Blauhelmsoldaten im südlichen Libanon verurteilt. Er war ums Leben gekommen, nachdem die israelische Armee Stellungen der Hisbollah mit Artilleriefeuer belegt hatte (Foto). Die schiitische Terrormiliz hatte zuvor zwei israelische Soldaten mit einer Panzerfaust getötet. Dazu äußerte sich der Weltsicherheitsrat nicht.
Auf eine ganz besondere Art hat der britische Fernsehsender Sky News an die Judenvernichtung erinnert: Während einer Sendung zur Erinnerung an den Holocaust sendete der Nachrichtenkanal aus London Aufnahmen aus dem jüngsten Gaza-Krieg. Moderator Adam Boulton erklärte den Zuschauern, das Verhalten des Staates Israel gegenüber den Palästinensern habe den Antisemitismus angeheizt. Die israelische Botschaft in Großbritannien hat sich offiziell über die „unakzeptable“ Darstellung beschwert.
Vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Weltweit erinnern Gedenkveranstaltungen an die industriell organisierte Vernichtung der Juden durch die deutschen Nationalsozialisten. Laut einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung wollen jedoch 81 Prozent der befragten Deutschen die Geschichte der Judenverfolgung „hinter sich lassen“ und sich gegenwärtigen Problemen widmen. Einen regelrechten „Schlussstrich“ wollen sogar 58 Prozent der Befragten ziehen. Ganz anders sieht es in Israel aus: Dort wollen nur 22 Prozent mit der Vergangenheit abschließen.
Ein hoher iranischer General hat bekräftigt, dass eines der wichtigsten militärischen Ziele der Islamischen Republik die „völlige Auslöschung“ des Judenstaates Israel sei. Das meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur PressTV. Die iranischen Streitkräfte würden ihre Unterstützung für die muslimischen Kämpfer in der Region fortsetzen und verstärken, bis dieser „Inbegriff des Übels“ aus der politischen Geographie der Region verschwunden sei. Das erklärte der Chef der Islamischen Revolutionsgarden, General Mohammed Ali Jafari (Bild).
In Jerusalem ist man empört über die Vorermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen durch den Internationalen Strafgerichtshof im niederländischen Den Haag (Foto). Auch wenn Chefanklägerin Fatou Besouda Israel klar machte, dass ihre Analyse fair, unabhängig und unparteiisch sei, so wird dies in Jerusalem nicht ernst genommen. Stattdessen wird deutlich, dass der Westen mit zweierlei Maß misst: Was der westlichen Welt erlaubt ist, bleibt dem Judenstaat Israel verboten.
Es ist fast schon unvermeidlich: Jedes Mal, wenn es einen Aufsehen erregenden Terroranschlag gegeben hat, wird irgendwo jemand behaupten, ein Jude stecke dahinter. Und genau das ist wieder passiert nach den Schießereien der vergangenen Woche, bei denen 17 unschuldige Menschen in Paris starben. Ich meine damit nicht den BBC-Reporter, der Verständnis zeigte für die Anschläge angesichts der „Behandlung der Palästinenser“ durch Israel. Ich meine damit auch nicht den früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, der Israel für die muslimischen Unruhen und Aggressionen in ganz Europa verantwortlich macht. Ich spreche von den Menschen, die glauben, dass Juden tatsächlich direkt die Anschläge von Paris geplant, finanziert und persönlich durchgeführt haben.
Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors hat heute den jährlich erscheinenden Weltverfolgungsindex veröffentlicht. Rund 100 Millionen Christen werden demnach derzeit um ihres Glaubens willen verfolgt. Im vergangenen Jahr haben sowohl die Schärfe als auch die geografische Ausbreitung der Verfolgung zugenommen, teilt die evangelikale Organisation mit. Besonders schlimm sieht es im Nahen und Mittleren Osten aus. Lediglich Israel erlaubt es der christlichen Minderheit im Land, sich frei zu entfalten.



