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In Israels Nachbarschaft nimmt Christenverfolgung zu

Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors hat heute den jährlich erscheinenden Weltverfolgungsindex veröffentlicht. Rund 100 Millionen Christen werden demnach derzeit um ihres Glaubens willen verfolgt. Im vergangenen Jahr haben sowohl die Schärfe als auch die geografische Ausbreitung der Verfolgung zugenommen, teilt die evangelikale Organisation mit. Besonders schlimm sieht es im Nahen und Mittleren Osten aus. Lediglich Israel erlaubt es der christlichen Minderheit im Land, sich frei zu entfalten.

Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors hat heute den jährlich erscheinenden Weltverfolgungsindex veröffentlicht. Rund 100 Millionen Christen werden demnach derzeit um ihres Glaubens willen verfolgt. Im vergangenen Jahr haben sowohl die Schärfe als auch die geografische Ausbreitung der Verfolgung zugenommen, teilt die evangelikale Organisation mit. Besonders schlimm sieht es im Nahen und Mittleren Osten aus. Lediglich Israel erlaubt es der christlichen Minderheit im Land, sich frei zu entfalten.

Seit 2002 hält Nordkorea die unrühmliche Spitzenposition auf dem Weltverfolgungsindex und ist auch 2015 der Staat, der Christen am härtesten verfolgt und unterdrückt. Von den geschätzten 200.000 bis 400.000 Untergrundchristen befinden sich bis zu 70.000 als „Feinde des Regimes“ in den berüchtigten Arbeitslagern, wo sie besonders grausamer Folter und Schwerstarbeit ausgesetzt sind.

Der gewaltsame Dschihadismus im Nahen Osten beherrschte ab Mitte 2014 die Schlagzeilen. Zusätzlich zu gewaltsamen Übergriffen setzen die schleichende Islamisierung und die damit einhergehende Radikalisierung von Teilen der Bevölkerung die christlichen Minderheiten unter wachsenden Druck. Der Iran, 2014 noch an neunter Stelle notiert, ist auf Platz sieben vorgerückt. Anders als in Ländern wie Syrien oder Nigeria geht die Verfolgung hier jedoch vom Regime selbst aus. Unter der Führung von Präsident Rouhani werden häufiger als zuvor Freiheitsstrafen verhängt oder schwerwiegende Anklagen gegen Christen erhoben, so Open Doors.

Die Gräueltaten des Islamischen Staates (IS) im Irak und in Syrien schockierten die Weltöffentlichkeit 2014. Das relativ große Maß an Freiheit für syrische Christen in der Zeit vor dem Bürgerkrieg hat durch das Kalifat des IS ein Allzeittief erreicht. Unter der Mithilfe von Dschihadisten aus aller Welt forciert die Gruppierung die Umsetzung islamischer Prinzipien wie zur Zeit Mohammeds. Mit der Ausrufung eines Kalifats hat der IS auch in Teilen des Iraks Christen sowie Jesiden, Schiiten und Angehörige anderer Minderheiten aus ihren Häusern und der Region vertrieben und viele grausam ermordet oder versklavt. Aus der Ninive-Ebene und der Stadt Mossul, die vom IS kontrolliert werden, ist die gesamte christliche Gemeinschaft praktisch verschwunden.

„In nicht weniger als 18 der 20 am höchsten eingestuften Länder gilt ‚Islamischer Extremismus‘ als Haupttriebkraft der Verfolgung“, schreiben die Autoren der Studie.

Ägypten belegt im Verfolgungsindex Rang 23, die Palästinensergebiete liegen auf Rang 26 und damit noch vor Jordanien (Rang 30). Hinter jeder Platzierung stehen Kinder, Frauen und Männer, die Tag für Tag damit leben, für ihr Bekenntnis zu Jesus Christus bespitzelt, misshandelt, verhaftet oder gar umgebracht zu werden

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Patrick Callahan

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